Die deutsche Bombe

Die deutsche Bombe
Von schattenkoenig Wie weit kamen die deutschen Kernforscher bei ihren Bemühungen, die Energie des Urankerns in nutzbare Formen zu leiten? Anscheinend ist es nicht nötig, zu dieser Frage noch viel zu schreiben, da es einen an zahlreichen Schulen und Universitäten gelehrten „Stand der Dinge“ gibt. Dieser erzählt uns, daß die deutschen Wissenschaftler nicht mit denen der Westalliierten Schritt hatten halten können, daß ihre „Uranmaschine“ niemals aus den Kinderschuhen herausgekommen sei und daher auch alle weitergehenden Projekte gescheitert seien. Achillesferse sei die Anreicherung des spaltbaren Uranisotops gewesen, wofür man zwar einige Ideen, aber keinen gangbaren Weg gefunden habe – alle Verfahren seien entweder technisch zu schwierig, nicht finanzierbar oder würden so lange dauern, daß vor Ende des II. Weltkrieges 1

einschließlich der wissenschaftlichen Grundlagenarbeiten und sogar der Wissenschaftler. das diese schon bald nach Kriegsende offenbarten. Damit verhält es sich wie mit anderen Teilen der deutschen Geschichtsschreibung seit der totalen Niederlage. eine Mission durch (Alsos-Mission). die diese verfaßt hatten (Operation Paperclip). was irgendwie im Zusammenhang mit der deutschen Atomforschung gestanden hatte. aber dem Hitlerregime die Atombombe nicht hätten bauen wollen. nach Hechingen in Württemberg und nach Thüringen hinein. es sei stattdessen aber schlicht ihr Unvermögen gewesen. Zu den Problembereichen. ja sich immer mehr als eine von Feinden Deutschlands ins Werk gesetzte Feindsicht auf die deutsche Geschichte herausstellt. französische Einflußsphären definiert worden waren: nach Amstetten und Melk in Niederösterreich. denen es durch Studium von Akten in alliierten Archiven nachzugehen lohnt. wenn man sich mit dieser Art der Darstellung näher beschäftigt. daß entscheidende Dokumente zur deutschen Atomforschung erst nach 60 Jahren freigegeben wurden. sondern zugleich noch dem Gefühl ausgesetzt sind. die wir aus psychologischen Gründen zu verinnerlichen haben. Krieg und Holocaust reinzuwaschen. auch wenn sie manchmal 60 Jahre Vorsprung bekommen. was den Stand der deutschen Kernforschung angeht. gehören wissenschaftlich-technische Fragen. Diese Vorstöße ergeben erst dann einen Sinn. einzusammeln und in die USA zu überführen. brechen. Der Reichsminister für Bewaffnung und Munition. auf die man stößt. auf dem Feld der Forschung und Entwicklung. auf dem Deutschland bisher als führend gegolten hat.nicht mit positivem Ergebnis gerechnet werden könne. daß die Deutschen nicht nur Schuld empfinden. deren Ziel es war. erwähnen Funde. alles. Daß die deutschen Forscher zwar weiter hätten kommen können. die deutschen Wissenschaftler von Schuld an Faschismus. hauptsächlich das der Gewinnung ausreichender Mengen Spaltstoff. unfaßbar belogen. gehörte somit zur nachträglichen Legendenbildung. wenn man sie im Zusammenhang mit der Alsos-Mission betrachtet: Immer ging es darum. Nun ergeben sich aus dieser Darstellung aber etliche Widersprüche. Die Wißbegier der alliierten Siegermächte Das amerikanische Militär führte. die dem Zweck dienen sollte. Seltsamkeiten an der amerikanischen „Little Boy“ und das teils erstaunliche Wissen deutscher Nuklearforscher – bis auf die Ebene einfacher Ingenieure –. Heute kann konstatiert werden: Wir wurden. das einen Nuklearschlag des nationalsozialistischen Deutschlands verhindert habe. was war dann für die Alliierten so interessant an der deutschen Atomforschung? Die amerikanische Armee machte auch eine Reihe von seltsamen Vorstößen in die Zone. Und diese Lügen haben den psychologischen Effekt. die Hand auf einen Teil der deutschen Atomwaffenforschung zu bekommen. die Tatsache. Berichte. Wenn das deutsche Atomprojekt bereits seit 3 Jahren auf Eis lag und gleichzeitig das amerikanische Manhattan-Projekt nur noch wenige Monate vor dem Abschluß stand. das auf Deutschlands wissenschaftlicher Leistungsfähigkeit beruhte. holt die Wahrheit sie doch am Ende immer ein. die durch ähnliche Widersprüchlichkeiten immer mehr ins Wanken gerät und ihre Deutungshoheit immer mehr verliert. die „ den Jackpot getroffen“ und „die wildesten 2 . Aber alle Lügen haben kurze Beine. habe schließlich 1942 alle Forschungsgelder gestrichen und das Projekt damit eingestellt. die an das Hauptquartier des SHAEF geschickt wurden. Die Lügen sollten den Stolz und das deutsche Selbstbewußtsein. Albert Speer. die in Teheran 1943 als sowjetische bzw. noch während die Kampfhandlungen auf deutschem Boden andauerten. von den Feinden überflügelt worden zu sein.

verwanzt und verkabelt waren. Es ist weiterhin bekannt. Die Internierten waren also Leute. demzufolge die Alsos-Mission „den Jackpot getroffen hat“ und „ihre wildesten Erwartungen noch übertroffen“ worden sind. Alsos suchte ausschließlich nach Nuklearmaterial und Unterlagen zum deutschen Atomprojekt. daß alle Räume des Landhauses. Was konnten die Sieger denn von den in zweierlei Hinsicht Besiegten überhaupt noch erwarten? Bericht an das amerikanische SHAEF über einen Fund in Hechingen. Worüber waren sie so begeistert? Zehn der bekanntesten deutschen Atomwissenschaftler wurden nach dem Ende des Krieges im englischen Farm Hall nordwestlich von Cambridge einquartiert und nicht entlassen. in dem der britische Geheimdienst sie einquartiert hatte.Erwartungen“ der Amerikaner „noch übertroffen“ hätten. seit 1942 nicht mehr an nuklearer Waffenforschung gearbeitet hatten. Man hörte sie also rund um die Uhr ab und wollte in den 3 . Diese Internierung stand gleichfalls unter dem Kommando der Alsos-Mission. wenn man man der offiziellen Darstellung glaubt. die. ehe das amerikanische Manhattan-Projekt abgeschlossen und US-Atombomben auf zwei japanische Städte abgeworfen worden waren.

daß die Deutschen doch so etwas Ähnliches wie eine Nuklearwaffe gehabt haben müssen. ist es nicht erklärbar. die Aufschluß über das deutsche Atomwaffenprojekt geben könnten. was sie hinsichtlich des Baus der Waffe gewußt haben. um dieses Projekt abschließen zu können? Dr. soll es deshalb sogar zu einem weltweiten Engpaß an Filmmaterial gekommen sein. Wenn wir heute mit absoluter Sicherheit wissen. Als am folgenden Tag diese Toten beerdigt wurden. das absolut nichts mehr zu tun hat mit dem „Stand der Dinge“. die sich noch mitten in einem Krieg befindet (mit Japan)? Oder ging es dem britischen Geheimdienst darum. daß die Dokumente. die von Frau Cläre Werner. Kurt Diebner hatte hier gearbeitet. Auf der Basis dessen. die das Geschehen von der nahegelegenen Wachsenburg beobachtet hatte und aussagte. wie man es uns in Schulen und Universitäten erzählt. März 1945 abends auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf bei Arnstadt in Thüringen getestet haben. Aber wozu hätte dieses Wissen denn noch von Nutzen sein sollen? Nachdem die Deutschen den Krieg und außerdem den Wettlauf um die Atomwaffe verloren hatten. je länger die Sperrfrist ist. mußten die daran beteiligten Arbeiter Schutzkleidung tragen. danach drei Tage lang an Symptomen gelitten zu haben. daß es dabei zu einer Katastrophe gekommen sein muß. was uns vorher als Stand der Dinge erzählt worden war. der sie unterliegen. in dessen Umgebung man noch heute Spuren von Plutonium nachweisen kann. Zusammen mit den schon länger bekannten Zeugenaussagen und vereinzelten Presseberichten ergibt sich allmählich ein vollständigeres Bild vom Stand der deutschen Atomwaffenentwicklung. was sie wußten.S. damit niemals mehr jemand erfahren könne. Juli 1946 im Bikini-Atoll. Jeder oberirdische Kernwaffentest wurde vom U. daß die deutschen Wissenschaftler doch etwas hatten.Besitz von etwas kommen. das wir nicht wissen sollen? Wenn alles so ist. worin er auf der Basis von erst kurz zuvor freigegebenen Dokumenten in alliierten und russischen Archiven den Beweis führt. Air Force 1352nd Photographic Group fotografisch festgehalten. höchstens noch von wissenschaftshistorischem Interesse gewesen. Was ist es.als auch Fusionswaffen gelungen ist. womit sie in die Testphase gekommen sind. daß in dem Ort Gottow bei Berlin die Ruine eines Kernreaktors steht. so liegt das hauptsächlich an den weltbekannten und sehr zahlreichen Fotografien von Atompilzen. die auch besagen. Rainer Karlsch landete im Jahr 2005 einen erstaunlichen Bucherfolg mit „Hitlers Bombe“. was sie an Brisantem beinhalten. Dinge für das Manhattan-Projekt in Erfahrung zu bringen. Erfahrungsgemäß sind die Inhalte von Dokumenten umso brisanter und damit interessanter. allerdings brauchten. Army Photographic Signal Corps oder der U. vor dem Test der Plutoniumbombe „Baker“ am 25. die man heute einer leichten Strahlenkrankheit zuschreiben würde). das nach 60jähriger Sperrfrist im Jahr 2005 freigegeben wurde. Warum ist es überhaupt so. durch die deutlich mehr als hundert Lagerhäftlinge und auch 12 Mitglieder der SS-Wachmannschaften getötet wurden. auf das Karlsch sich stützt. daß den Amerikanern der Bau sowohl von Kernspaltungs. erst 60 Jahre nach dem Ende des Krieges freigegeben worden sind? Manche Dokumente unterliegen sogar noch längeren Sperrfristen oder sind sogar inzwischen von Amts wegen zerstört worden. von dem eine halbe Million Meter Film und über eine Million Bilder geschossen worden sind. wäre die Frage. die sie am 3. Dieses Bildmaterial wurde weltweit zur Ikone. so daß sogar der zweiteilige 4 . Aber ist das eine Sache des Geheimdienstes einer Nation. der bis 2005 Gültigkeit hatte. Über diesen Waffentest gibt es viele Zeugenaussagen (z.S. die dessen Wissenschaftler selbst noch nicht wußten. Die SS-Forschungsgruppe um Dr. warum müssen dann so viele Dinge generationenlang unter Verschluß gehalten werden? Es gibt aber noch viel mehr Material als das. Aus Karlschs Buch kann man auch erfahren.B.

seinen Namen dem Atoll verdankt. und nicht einmal bei den Einsätzen von „Little Boy“ und „Fat Man“ über Japan hatte man die Kameras vergessen. an dem er und seine Arbeitsgruppe in Haigerloch arbeiteten. Die Obstrukteure. für Deutschland ihr Bestes zu geben. dürften starkem Druck ausgesetzt gewesen sein (dieses Prinzip kennen wir ja heute auch – nur mit ganz anderen Vorzeichen).und Filmmaterial von diesen deutschen Atomtests handelt. die an verfeinerten. aus der Urankernspaltung eine verheerende Kriegswaffe zu bauen. Es gab außerdem noch die Forschungsgruppen beim Heer. die vergleichsweise wenig Spaltstoff benötigten. Bereits zuvor existierten Aufnahmen des „Trinity“Kernwaffentests vom 16. dann wäre es naheliegend zu vermuten. unzufrieden und wollte es nach Kräften verhindern. Aber es hat nicht in Heisenbergs Macht gestanden. Juli 1945 in Alamogordo. daß es sich um entsprechendes Bild. die die Hohlladungstechnik perfektionierten. 5 . in der Mehrzahl handelte es sich um junge. so doch in weit gerinerem Maße entwickelten. ist tatsächlich niemals kritisch geworden – Heisenberg war mit dem ganzen Ansinnen. die vielleicht den wichtigsten Beitrag leistete: die Anreicherung von Uran. Forscher. bei dem der Test durchgeführt wurde – auch wenn gar kein inhaltlicher Bezug zwischen beiden Dingen besteht.und Fotomaterial von ihren Kernwaffen angefertigt haben sollen. zumal die Explosionswolke einer Kernwaffe für jeden Betrachter ein außerordentlich eindrucksvolles Ereignis darstellt. Wenn man also einen Tipp abgeben sollte. im Alleingang den Fortgang der Entwicklung aufzuhalten. Doch es existieren keinerlei Aufnahmen. begabte und auch ehrgeizige Wissenschaftler. Diese Stelle hatte der Reichspostminister. Der Reaktor. New Mexico. darf man auch legitimerweise in Zweifel ziehen. der im gleichen Jahr erstmals vorgestellt worden war. welche Art Dokumente in den alliierten Archiven weiter ihrer Freigabe entgegenschlummern. Es stellte sich unter den Forschern auch ein systemtreuer Konsens ein. sehr effizienten Waffen arbeitete. die in Schwierigkeiten eher Herausforderungen sahen und willig waren. es gab die Gruppe um Diebner. wenn überhaupt. die die Waffe nicht wollten oder ihrem Unmut gegen das System Lauf ließen. Pessimisten und Verzögerer waren insgesamt im deutschen Uranprojekt eine kleine Minderheit. Die Sinnhaftigkeit einer solchen Haltung in Kriegszeiten. weshalb er gegenüber den Mittelvergebern bei Heer und Regierung Urananreicherung und Waffenbau immer als finanziell zu aufwendig. Vor diesem Hintergrund ist es kaum vorstellbar. daß die deutschen Wissenschaftler nicht auch Film. die Aufnahmen von dem Ereignis aufnehmen sollten. Die Urananreicherung Dem bisherigen Konsens zufolge bot der „Uranverein“ unter der verzögernden und pessimistischen Leitung Werner Heisenbergs ein eher enttäuschendes Bild. der Physiker Dr. auf eigenes Betreiben eingerichtet. aus verschiedenen Blickwinkeln. Ohnesorge.Damenbadeanzug. während die Feinde Deutschlands solche Skrupel. und es gab die „Reichspost-Forschungsanstalt“. technisch zu schwierig oder nicht in absehbarer Zeit zu schaffen darstellte.

er hatte dabei auf Zentrifugen mit hoher Drehzahl gesetzt (Ultrazentrifugen). aufgrund ihrer geringeren Masse aber eine engere Kurvenbahn durchfliegen. Das Prinzip der Zentrifungenkaskade ist heute das weltweit am häufigsten zur Urananreicherung eingesetzte. sie wären im deutschen Machtbereich nicht möglich gewesen. weil am wirtschaftlichsten arbeitende Prinzip. Wovor fürchteten sich die Briten? 6 . Er war auch dabei erfolgreich. und schrieb als Leiter einer Arbeitsgruppe einen wissenschaftlichen Artikel. Professor Paul Harteck hatte ebenfalls an der Massentrennung gearbeitet. 1953 wurde ihm der Stalinpreis verliehen. von denen auch Dr. Später wurde von Ardenne der bekannteste Wissenschaftler der DDR. Bei Kriegsende geriet er der sowjetischen Siegermacht in die Hände. Von Ardenne hatte als akademischer Außenseiter bereits vor dem Krieg auf sich aufmerksam machen können durch die wesentliche Verbesserung der Rundfunkund Fernsehübertragungstechnik bei den Olympischen Spielen 1936. Im Boden dieser Anlage werden noch heute Spuren angereicherten Urans nachgewiesen. woraus eine leichte Entmischung der Isotope resultiert. erfand auf der Basis einer einfachen Gasentladungsröhre ein Gerät. In seinem Leben hat er ca. In Bad Saarow existiert allerdings eine unterirdische Anlage von erheblicher Größe. Ein solcher Apparat nutzt aus. könnten so auch höhere Anreicherungsgrade als 20% erreicht werden. für die Sowjets an deren Atomwaffe mitzuarbeiten. nach Großbritannien einzureisen. daß per Elektronenstrahlröhre U-235-Teilchen die gleiche Ladung wie U-238-Teilchen mitgeteilt bekommen und daher im homogenen Magnetfeld einer gleich starken Lorentzkraft unterliegen. die ihn zwangsverpflichtete. bei der Manfred von Ardenne forschte. 600 Erfindungen gemacht. in dem er auch auf die Möglichkeiten einer großtechnischen Nutzung einging („Über einen neuen magnetischen Isotopentrenner für hohen Massentransport“. April 1942). Karlsch noch annimmt. Er starb 1997. Was hat hier einst gestanden? Wenn man das Entstehungsdatum von von Ardennes Artikel beachtet und unterstellt.Manfred Baron von Ardenne (1907 – 1997) Manfred Baron von Ardenne. dann könnte tatsächlich bereits 1943 eine erhebliche Menge hochangereicherten Urans für Waffenversuche zur Verfügung gestanden haben. die ehemals im Besitz der Reichspost-Forschungsanstalt war. um nur auf diesen einzugehen. daß er ein Verbot gegen ihn aussprach. Nach Ende des Krieges schrieb der britische Geheimdienst diesem Mann eine solche Gefährlichkeit zu. Stufenweise wiederholt. das er „Duoplasmatron“ nannte. daß die Reichspost genügend Mittel zur Verfügung stellen konnte.

im Sudetenland) und Vollmann (Prag). die „Mitteldeutsche Spinnhütte“ im niedersächsischen Celle. welchem Zweck dieses Werk. Hat er das Problem der Urananreicherung bereits 1942 lösen können? Einige rätselhafte Industriekomplexe werden zuweilen mit der Urananreicherung per Ultrazentrifuge in Verbindung gebracht. oder das riesige „Bunawerk“ bei Auschwitz. in der Harteck und sein Kollege Wilhelm Groth an Zentrifugen geforscht haben. gedient hat. in dem 25. obwohl es kein einziges Gramm Buna jemals produziert hat.000 Auschwitz-Häftlinge gearbeitet haben. die Standorte Hellige (Freiburg). Weserwerke (Tetschen-Bodenbach. Offiziell ist nicht bekannt. die sie dann in großem Stile bauten. 7 .Wissenschaftlicher Artikel von Ardennes über einen „Isotopentrenner für hohen Massentransport“. Letzteres stellte eine Investition von 900 Milliarden Reichsmark dar (was heute inflationsbereinigt 1.B.5 Billionen Euro entspricht) und hat Tag für Tag mehr elektrische Energie verbraucht als ganz Berlin. z.

Wie war es den Amerikanern möglich gewesen. als etwas Einzigartiges da. daß man ein ungetestetes Waffendesign sofort einsetzte? Was. Das eigene Atomwaffenprojekt. wenn man später angreife. hätte man dann nicht den Japanern eine fertige Uranwaffe frei Haus geliefert? 8 . da die Deutschen dann neue. Marshall. daß es funktionieren würde. die über Nagasaki zum Einsatz kam. schrieb im Dezember 1944 eine Notiz in ihr Tagebuch über ein Gespräch mit dem Präsidenten. daß. furchtbare Waffen in der Hand haben würden. dieses Bauprinzip war am 16. schätzte zur gleichen Zeit die Lage ähnlich ein und rechtfertigte nach dem Krieg die Invasion in der Normandie damit. in dem dieser das deutsche Atomprojekt gegenüber dem amerikanischen noch im Vorteil einschätzte. New Mexico. Bunker der Reichspost-Forschungsanstalt in Bad Saarow. zu dem heute weder erkennbare Vorarbeiten noch Nachfolgeprojekte bekannt sind. Im Boden der Anlage wurde Uran mit erhöhtem Anteil an U-235 gefunden. George C. die schließlich auf Hiroshima geworfen wurde. Juli 1945 in Alamogordo. das Ende 1941 hastig in die Wege geleitet worden war. Warum konnte man sich hinsichtlich des Bauprinzips so sicher sein. Vertraute und Krankenpflegerin des siechen Franklin D. diesen Vorsprung binnen eines Jahres aufzuholen und sogar noch zu übertreffen? Im Rahmen des US-amerikanischen Atomwaffenprojekts steht die Bombe „Little Boy“. getestet worden („Trinity“-Test). wenn es versagt hätte. es zu spät sein würde.Die bemerkenswert geschichtslose „Little Boy“ Margaret Suckley. war in der zweiten Jahreshälfte 1944 anscheinend noch weit von einer einsetzbaren Waffe entfernt. Roosevelt. Eine vergleichbare Anordnung wurde nicht getestet – anders als die Plutonium-Implosionsbombe „Fat Man“. Generalstabschef der USA.

bis ellipsenförmige Bombenkörper mit eckiger Stabilisierungsflosse. Völlig ungewöhnlich für amerikanische Waffen sind Material und Herstellungsart. Der Einsatz dieser Waffe war von der Pazifikinsel Tinian aus erfolgt. Bilder aus der Kriegszeit zeigen zigarren. was heute noch aus deutschem Boden an „Altlasten“ geborgen wird. Wo wurde diese Waffe also hergestellt? Ein Zeitungsbericht in der spanischen Zeitung “Pueblo” mit dem Tenor. soll schon unmittelbar nach dem amerikanischen Kernwaffeneinsatz am 7. Unter Amateurhistorikern sind Pressemeldungen wie diese recht bekannt. Die Sicherungsbolzen der Hiroshima-Bombe. 9 . durfte die Waffe erst während des Fluges scharfgemacht werden. und aus Furcht. An diesen Sicherungsbolzen ist erstaunlich. basierten auf Plutonium-239 und dem Implosionsprinzip (Quelle). Es handelt sich um „Ersatzmetall“. außer „Little Boy“ und den Atomgranaten „Upshot-Knothole Grable“ und W33. das die USA bei keiner anderen Waffe verwendeten. Bis auf das rechteckige Leitwerk ist die Anmutung der Uranbombe eher „deutsch“. hingegen passen sie eher zu deutschen Bomben. die über Hiroshima eingesetzte Waffe sei eine „deutsche Bombe“ gewesen.Auch scheint das „Gun Design“ der Uranbombe genausowenig im weiteren Verlauf des amerikanischen Atomwaffenbaus weiterverfolgt worden zu sein wie der Bau von Atomwaffen auf Uranbasis allgemein. Vor einigen Jahren ersteigerte ein Sammler auf einer Auktion von Militaria die Sicherungsbolzen der „Little Boy“-Bombe. Hingegen existiert ein Foto von der deutschen Fliegerbombe SC-2500. das in Deutschland in Kriegszeiten verwendet wurde. Hier erkennt man einen Bombenkörper. der Bomber könne vielleicht beim Start abstürzen. Sämtliche US-amerikanischen Kernspaltungswaffen. nicht einmal bei konventionellen. Links: „Little Boy“. der der „Little Boy“-Waffe zum Verwechseln ähnlich sieht. rechts: die deutsche Fliegerbombe SC-2500. wo Metalle wie Nickel und Kupfer Mangelware darstellten. was auch dem entspricht. Das Design der „Little Boy“ ist – abgesehen von der Stabilisierungsflosse am Heck – gänzlich untypisch für andere amerikanische Bombentypen. Doch durch Befunde wie diese – insbesondere den letzten – bekommen sie ein ganz anderes Gewicht. daß diese aus einem Material bestehen. Allerdings ist bei diesem das Heck rund ausgebildet. aber bisher weithin als kuriose Spinnerei abgetan worden. August 1945 erschienen sein.

daß die einzige Anlage im reichsdeutschen Einflußbereich. das Testgelände habe man erst Stunden später mit Schutzbekleidung betreten können. unangereichertem Uran gewinnen. die bis dahin stattgefunden hatten. Iljitschow. auf der Halbinsel Bug. Bereits am 23. Das herrschende Geschichtsbild sagt uns. die in einem Kilometer Umkreis alles Leben ausgelöscht habe. Er konnte sogar den genauen Zeitpunkt der Explosion angeben: 11:45 vormittags. Norsk Hydro in Vemork. Die Berichte über die drei amerikanischen Atomexplosionen. unterlagen zu dieser Zeit noch stark eingeschränktem Zugang und konnten ihm nicht bekannt geworden sein. bis zu der sie aufsteigt.Die erstaunlichen Ergebnisse des seit 3 Jahren auf Eis liegenden deutschen Atomprogramms Zur Atomwaffe führen prinzipiell zwei Wege: zum einen die Anreicherung des U-235 auf 85% oder höher. März 1945 richtete Generalleutnant Iwan I. die Höhe. Da schwere Wassermoleküle (beide Wasserstoffatome sind durch das doppelt so massereiche Deuterium ersetzt) träger sind als leichte. eine Explosion stattgefunden. Dabei muß es sich um eine Kernwaffe mit einer Sprengkraft von mindestens einer Kilotonne TNT gehandelt haben. Eigentlich handelte es sich dabei um ein Werk zur Erzeugung von Wasserstoffgas mittels Elektrolyse. da auch die Westalliierten um seine Bedeutung für die deutsche Kernwaffenentwicklung wußten. wandern sie langsamer zu den Elektroden und sind im Elektrolyserückstand leicht angereichert vorhanden. Die Abscheidung von schwerem Wasser entspricht physikalisch dem gleichen Prinzip wie die Anreicherung von U-235 (Massentrennung) und ist nur in sehr großen elektrolytischen Anlagen möglich. Romersa saß während des Tests in einem unterirdischen Bunker. während er sich der Explosion auf ca. der im August 1945 von US-amerikanischen Kräften vernommen wurde. Dieses Werk war. Kommandant des sowjetischen Militärgeheimdienstes GRU. Ist es da glaubhaft. Molotov und den Leiter der sowjetischen Kernforschung. Norwegen. zum anderen die Produktion von Plutonium in großer Menge. in dem es heißt: 10 . wie man durch Vergleich mit den Meßdaten oberirdischer amerikanischer Kernwaffentests errechnet hat. daß die deutschen Physiker nicht darauf bestanden haben sollen. wo man sie unterirdisch vor Angriffen besser schützen konnte? Es existiert in verschiedenen US-Archiven ein Bericht über ein Verhör des deutschen Flugabwehrraketen-Experten Hans Zinsser. im Oktober 1944 habe dort. Zinsser beschreibt auch. Seinem Bericht zufolge habe die Explosion. Oktober 1944 auf Rügen stattgefunden. eine ähnlich leistungsfähige Anlage auf Reichsgebiet aufzubauen. daß die elektrischen Instrumente seines Flugzeugs Aussetzer hatten. bis 1945 ständigen Zerstörungen und Sabotageaktionen ausgesetzt. Igor Kurtschatow. gewesen sei. Letzteres kann man in schwerwassermoderierten Kernreaktoren aus natürlichem. bereits am 12. ihre Farbwechsel. einen Kilometer näherte. einen streng geheimen Bericht an Stalin. die ausreichende Mengen schweren Wassers für den Betrieb von Kernreaktoren habe herstellen können. die er beschreibt. Darin werden die Effekte einer Atomexplosion bis in kleine Details beschrieben: die Form der Explosionswolke. Auch den Sowjets waren die deutschen Aktivitäten nicht verborgen geblieben. Der italienische Journalist Luigi Romersa behauptet ebenfalls.

Für die Versuche errichtete Befestigungen und Bauten wurden zerstört. Andere Kriegsgefangene.] Die Bombenexplosion wurde von einer starken Detonationswelle und der Entwicklung hoher Temperaturen begleitet. die sich im Explosionszentrum befanden. trugen Verbrennungen an Gesicht und Körper davon. 11 . [.“In der letzten Zeit haben die Deutschen in Thüringen zwei große Explosionen durchgeführt. der Primär. deren Grad von der Entfernung vom Zentrum abhing. die sich in einigem Abstand vom Zentrum der Explosion aufhielten. Vom Zentrum der Explosion wurden Bäume bis zu einer Entfernung von fünfhundert bis sechshundert Metern gefällt.. Die Bombe stellt eine Kugel mit einem Durchmesser von 130 Zentimetern dar. Außerdem wurde ein starker radioaktiver Effekt beobachtet.] Die Bombe enthält vermutlich U-235 und hat ein Gewicht von zwei Tonnen.. kamen um. wobei häufig von ihnen keine Spuren blieben. [.“ Bericht des deutschen Raketenexperten Hans Zinsser..und Sekundäreffekte einer Atomexplosion im August 1945 sehr detailliert beschreiben konnte. Kriegsgefangene.. Sie fanden in einem Waldgebiet unter strengster Geheimhaltung statt.

2 kg Plutonium enthalten und damit bereits eine um 50% höhere Explosionsstärke erzielt (20 kT). Von beidem wird heute angenommen. eine Atomwaffe derart zu verfeinern. auf Uran basierende „Gun Design“ und die Implosionsbombe – nicht beherrscht. sondern von wei Explosionen die Rede ist. die im März 1945 in Ohrdruf stattgefunden haben sollen. bevor der Zustand der optimalen Kritikalität eintritt. doch als Hohlkugel ist die Anordnung zunächst unterkritisch. Und doch gibt es Hinweise darauf. Die askademischen Institutionen der BRD greifen. bei dem auch Kernspaltungsreaktionen auftraten. Die erste US-amerikanische Wasserstoffbombe. 64 kg zu 80% angereichertes Uran hatte „Little Boy“ (Explosionsstärke 13-14 Kilotonnen) enthalten. Der Nachteil des Plutoniums ist die Neigung zu „Frühzündungen“. warum. um die These einer Kernwaffenexplosion mehr als 60 Jahre zuvor an dieser Stelle zu prüfen. Plutonium hat als Spaltstoff gegenüber Uran-235 den Vorteil. In dieser hat man glasartig zusammengeschmolzenen Sand gefunden. Physiko-Chemiker von der Universität Marburg. diese zwecks Neutronenreflexion noch mit einem Mantel aus abgereichertem Uran und diesen mit einem zweikomponentigen Sprengstoffmantel umgibt. Dennoch bestreitet Prof. doch weisen diese eine deutlich andere Isotopenzusammensetzung auf. 12 . Um was handelte es sich bei der zweiten? Man hat infolge der Karlschschen Veröffentlichung bis 2007 auch Bodenuntersuchungen auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf durchgeführt. wie er auch an der Trinity Test Site in New Mexico aufgetreten war (Trinitit). daß das Deutsche Reich diese Techniken beide beherrscht hat. Schutzmaßnahmen“). wenn es zwischen der Forderung nach wissenschaftlicher Redlichkeit und der Verteidigung des von den Siegermächten befohlenen Geschichtsbildes zum Konflikt kommt. so daß die Ursache ihres Vorhandenseins an dieser Stelle ein eigenes „nukleares Ereignis“ sein muß. erwähnt in seiner Zusammenfassung der Untersuchung auch den erfolgreichen Nachweis von Spaltprodukten. daß nicht von einer. wenn nicht aus eigener Kenntnis der Materie. Man stellte eine flache Mulde von 50 Meter Durchmesser fest.Iljitschow schrieb seinen Quellen in Deutschland die höchste mögliche Glaubwürdigkeit zu. In Vollkugelform wäre die verwendete Masse Pu-239 bereits überkritisch. bei denen ein spontanes Neutron die Kettenreaktion initialisiert. sie hatte aus einem 82 Tonnen schweren. hausgroßen Tank mit flüssigem Deuterium bestanden und war weit von irgendeiner praktischen Einsatzfähigkeit entfernt. Das “Gun Design” ist daher für diesen Spaltstoff nicht geeignet. daß die Explosionsstärke durch Boostern genau eingestellt und die Spaltstoffe optimal ausgenutzt werden können. Interessant ist vor allem. die drei Tage später eingesetzte „Fat Man“ hatte 6. Letzteres ist ein sicheres Kennzeichen für eine Kernwaffe der zweiten Generation: Keine Macht. obwohl sie nicht an den entsprechenden US-amerikanischen Projekten beteiligt gewesen waren. Uwe Keyser von der PhysikalischTechnischen Bundesanstalt trotz all dieser Indizien einen eindeutigen Befund – ich frage mich. ist in der Lage. war erst 1952 explodiert. Zwar wurden durch den Reaktorbrand von Tschernobyl 1986 auch Spaltprodukte über ganz Europa verteilt. daß es amerikanische Erfindungen waren. hatten sie ihr weit fortgeschrittenes Wissen? Auf zwei Bereiche sei hier genauer eingegangen: Das Prinzip der Plutonium-Hohlladung und das Prinzip der „Booster-Bombe“. Die deutschen Wissenschaftler Ulrich Jetter und Wilhelm Hanle haben schon im Jahr 1950 erstaunliche Kenntnisse über das Prinzip der Kernfusionierung sowie den Ablauf einer Wasserstoffbomben-Explosion offenbart (im Artikel „ Atomwaffen: Anwendung. Wirkungsweise. die die erste Generation von Kernwaffen – das primitive. als es kapitulierte. Reinhard Brandt. daß die kritische Masse kleiner ist. Woher. anscheinend problemlos zur Lüge. Prof. “Ivy Mike”. Das 2005 freigegebene Material erlaubt nur Rückschlüsse auf eine davon. weshalb man eine Hohlkugel aus reinem Plutonium gießt.

Diese Schemazeichnungen gehören zu dem Aktenbestand. auch Schemazeichnungen angefertigt worden. der die unterkritische Hohlkugel zur Vollkugel umformt. daß das Manhattan-Projekt trotz der gigantischen Geldinvestition wahrscheinlich ein Flop geworden wäre. setzt ein Gemisch aus Radium und Beryllium im Inneren der Anordnung die initialen Neutronen frei. wie eine solche Waffe zu zünden sei. Karlsch seinen Befund im wesentlichen stützt. befinden sich unter den Archivmaterialien. Bei einer geboosterten Kernwaffe wird inmitten der Hohlkugel eine kleine „Pille“ aus Fusionsmaterial. Ideen und Experten aus Deutschland die Vollendung der US-Atomwaffe ermöglicht hätten. die belegen. 13 . hängt es von Unwägbarkeiten ab. wo dies erreicht ist. Genau in dem Moment. da ansonsten die Hohlkugel zu Staub zerfallen kann. im schlimmsten Fall kann eine Waffe auch verpuffen und das giftige Plutonium im weiten Umkreis verteilen. scheint auch eine der wesentlichen Schwierigkeiten im Manhattan Project gewesen zu sein: Noch Anfang 1945 hatte die damit befaßte Arbeitsgruppe unter Luis Walter Alvarez noch keine Vorstellung. etwa Lithiumdeuterid. ist proportional zur Masse dieser Pille und sorgt für eine „heißere“ Kernspaltung im Plutonium. In seinem Bereich waren u. Aus diesen Indizien ergibt sich. gab General Leslie Groves. Zusätzlich werden so viele Neutronen frei. Die Zündungswelle läuft durch den schnelleren Sprengstoff wie durch eine Linse und ermöglicht allseitig gleich starken. plaziert. Die Frage. welche Sprengstärke dabei letztlich erreicht wird. der Alsos-Mission gesondert den Auftrag. statt in präziser Kugelform die Kritikalität zu erreichen. die dieses Bauprinzip nahelegen: Inmitten eines Doppelkegels aus Spaltstoff (im wesentlichen zwei gegeneinander gerichtete Panzerfäuste mit Plutonium-Einlage) befindet sich eine kleine Kugel aus Lithiumdeuterid. daß die Spaltstoffkugel damit quasi überflutet und der Anteil der gespaltenen Kerne auf ein vergleichsweise hohes Niveau gehoben wird: Von dem eingesetzten Spaltstoff geht damit so wenig wie möglich verloren. den die amerikanischen Archive 2005 freigaben und auf die Dr. Daher befinden sich im Sprengstoffmantel vor den Zündern kissenförmige “Linsen” aus langsamer verbrennendem Sprengstoff. Unterlagen. wie man eine Implosionswaffe zündet. die die Kernkettenreaktion in Gang setzen. Der Kernwaffentest von Ohrdruf stand unter der Aufsicht der SS und hierbei dem Physiker Dr. sondern es stammt von dem deutschen Hohlladungsspezialisten Walter Trinks. die dabei frei wird. Leiter des Manhattan-Projekts.a. Die Energie. daß die Abteilung Wa F 1 (Physik) im deutschen Heereswaffenamt die Idee zu diesem Sprengkonzept bereits 1944 besaß. aus dessen Waffenentwicklerlabor bereits die „Panzerfaust“ stammte. auch wenn sie es später behaupten sollten. eine überkritische Masse Spaltstoff zur Kettenreaktion zu bringen. nach Zündeinrichtungen für nukleare Waffen sowie den deutschen Experten für dieselben Ausschau zu halten. die 2005 freigegeben wurden. Dieses Bauprinzip haben aber nicht die Amerikaner selbst entwickelt. Als sich die deutsche Niederlage im Frühjahr immer deutlicher abzeichnete. wenn nicht die erbeuteten Materialien. während in den Zwischenräumen schneller verbrennender Sprengstoff zum Einsatz kommt. nach innen wirkenden Druck. Aufgrund der extremen Drücke und Temperaturen während der Kompression kommt es in dieser Pille zu Fusionsprozessen. Bei den primitiven Arten.Die Zündung muß hochsynchron an jedem Punkt der Oberfläche des Uranmantels zugleich erfolgen und überall gleich stark sein. Kurt Diebner.

Der „Vater der deutschen Atomwaffe“? Dr. daß ein Großteil der am Bau der Siegeswaffen direkt Beteiligten begriffen hatte. das sich wellenförmig am 14 . Bei Daimler-Benz arbeitete man an einem Fernbomber. also Hitler selbst. wenn sie rechtzeitig fertig geworden wäre. als der Krieg endete. läuft darauf hinaus. Gegenüber der V-2 war sie größer. Die Frage. während die alle Menschen liebenden. dem später der britische Avro Vulcan-Bomber sowie der amerikanische Northrop YB-49 zum Verwechseln ähnlich sehen sollten und mit dem sogar der mächtige B-2-Tarnkappenbomber (Rollout erst 1989) noch Ähnlichkeiten aufweist. was man in moderner Sprache eine „taktische Gefechtsfeldwaffe der zweiten Generation“ nennen würde. Und wer so etwas baut. als V-3 auf New York abgeschossen worden wäre. Was man nicht weiß. oder nicht? Der böseste Diktator der ganzen Weltgeschichte hat Skrupel. als Vergeltung einen großangelegten Giftgasangriff auf deutsche Städte angedroht hatte. Das „Sänger-Konzept“ eines Flugzeugs. kaum daß sie sie fertig hatten. sicher verstanden. daß in Deutschland sowohl Kernwaffen aus hochangereichertem U-235 als auch solche aus Plutonium und sogar verfeinerte Boosterwaffen vorhanden waren. wieviele davon jeweils einsatzbereit waren. die. warum hat es sie dann nicht eingesetzt? Drei Antwortmöglichkeiten gibt es: Erstens könnten die Trägersysteme noch nicht ausgereift für einen Einsatz gewesen sein. Die bisher geschilderten Befunde implizieren. ist. Skrupel gehabt. Im Deutschen Reich gab es auf drei Gebieten Arbeiten an Trägersystemen für nukleare Waffen: Raketen. die Waffe einzusetzen. Im Kalten Krieg sollte dies die „nukleare Triade“ heißen. die die Amateurhistoriker Edgar Mayer und Thomas Mehner in ihrem Buch „ Die Angst der Amerikaner vor der deutschen Atombombe “ andeuten. demokratischen USA die Bombe. auch schon gleich zweimal auf Japan abgeworfen hatten. Kurt Diebner (1905 – 1964) Es ist weit mehr als nur eine „schmutzige Bombe“ gewesen. daß ein Einsatz der Waffen im April oder Mai 1945 für das Reich zu spät gekommen und ein Sieg der Feinde auch dadurch nicht mehr aufzuhalten gewesen wäre. wie man eine Atombombe baut und zündet. (Erstaunlich. Im „Mittelbau Dora“ arbeiteten Tausende Lagerhäftlinge an der A9/A10. daß Deutschland die lange angekündigten „Siegeswaffen“ doch noch einsetzen sollte. was da auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf explodiert ist. da Churchill für den Fall. zweitens hätte die Führung. Horten hatte den visionären Nurflügelbomber Ho-XVIII im Bau. der hat bereits vorher Tests durchgeführt und das Prinzip. der sogar eine 30 Tonnen schwere Bombe hätte mitführen können. sondern etwas. die man sich nach Kenntnisnahme dieses neuen Sachstandes unmittelbar stellt. hatte eine größere Reichweite (evtl. sollte sie nur die letzte Stufe einer mehrstufigen „Amerikarakete“ bilden) und vor allem eine präzisere Steuerung.) Eine dritte Möglichkeit. Langstreckenbomber und U-Boote. ist aber: Wenn das Deutsche Reich die Atomwaffe doch hatte.

scheiterte (“Göttinger Achtzehn”). wie wir schon zuvor sahen – nun einmal brav zu sein. daß es eine V-1 oder V-2 mit nuklearem Sprengsatz hätte abfeuern können. während seine eigenen Produktionsanlagen aufgrund des angloamerikanischen Bombensturms bereits weitgehend unterirdisch verlegt waren. Wenn es der Wehrmacht gelungen wäre. Diese Konstruktion ergibt für konventionelle Geschützmunition keinen Sinn – allerdings hätte der Geschoßmantel einen Strahlenschutz für die Bedienmannschaft dargestellt. Und seitens der Marine bestanden Pläne. gleicht dieser deutschen Entwicklung in hohem Maße. wie man eine deutsche Bombe bis nach New York transportieren könne. Technologischer Fortschritt im Kalten Krieg: Made in Germany! Verwandtschaftsähnlichkeit: Links ein Computerbild des Horten-XVIII. Es gab sogar Arbeiten an etwas. ein U-Boot so umzurüsten. Bundesdeutsche Professoren hatten – und haben. während der Geschoßkern weiter ans Ziel fliegt. Der BRDVerteidigungsminister Strauß wollte 1957 der Bundeswehr. vor allem gegenüber Amerika. die Atomgranaten verschießt. was sich sogar bis in die Formgebung der Munition fortsetzt – es sollte sich um ein Mantelgeschoß handeln. dessen Mantel sich direkt nach Verlassen des Geschützrohres abtrennt. zu einem ähnlichen Waffensystem verhelfen. falls es sich dabei um nukleare Munition gehandelt haben sollte. Bei Krupp lagen 1944 Pläne für die „DKM 44“ bereit.oberen Rand der Erdatmosphäre bewegt wie ein flach übers Wasser geworfener Stein. bis alle diese Projekte vollendet worden wären. das (angeblich?) von der U. Vorgesehen war der Einsatz bei der Reichsmarine. der nur vier Jahre danach gebaut wurde. was in den 50er Jahren als ein Prestigeprodukt USamerikanischer Waffenforschung dargestellt worden ist: einer Kanone. dann hätten die Alliierten vor einem fast unbesiegbaren Deutschland gestanden. bis Mai 1945 soll es zur Erprobung des 28-cm-Geschützes gekommen sein. ist mittlerweile legendär – ursprünglich war es eine Idee. 15 . das jederzeit Städte und Produktionsstätten des feindlichen Hinterlandes in Schutt und Asche hätte legen können. mit Bundeskanzler Adenauers Einverständnis. dessen Planungsunterlagen 1945 bereits fertig waren. aber gegen den Willen der USA. Rechts der amerikanische Bomber Northrop YB-49. was aber am Unwillen eines Großteils der deutschen Kernforscher. Army in den 50er Jahren entwickelt und mit der im Mai 1953 der “Grable”-Test durchgeführt wurde.S. das Kriegsende so lange hinauszuzögern. darunter auch Otto Hahn. Das amerikanische System T-131 (auch M65 oder „Atomic Annie“ genannt).

Erst zum Ende des Kalten Krieges hatten die „Kontrahenten“ in Ost und West das deutsche Material soweit aufgezehrt. wenn es darum ging. Hat es sich für sie etwa nicht gelohnt. Textilproduktion – das gesamte technische Wissen der deutschen Nation stand für interessierte Unternehmen der Siegermächte sehr kostengünstig zur Verfügung. Dabei ging es um alles: Farbformeln.und Flugzeugtechnik betrifft. Fahr.000 Einzelpatenten die Rede. daß man fast unwillkürlich an die von jüdischen kommunistischen Infiltranten nur so wimmelnden amerikanischen Waffenlabore denkt. Bergbau. so ist in manchen Quellen von unfaßbaren 110. doch eine genauso plausible Erklärung wäre. Maschinen. daß sie von da an eigene Entwicklungen vorantreiben mußten.000 Tonnen Material (nur Papier!) und 751. dafür Krieg zu führen? Ohne diese Masse an technischem Spezialwissen. wären die gigantisch anmutenden waffentechnischen Fortschritte im Kalten Krieg nicht vorstellbar gewesen. amerikanische und britische Flugzeuge. die es produziert hatten. Immer deutlicher wird. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sahen sich sowjetische. Deutschland nach dem Krieg am Wiederaufstieg zu hindern und sein technisches Genie für sich arbeiten zu lassen. 16 . das die Siegermächte ohne die „großzügige“.Was die Menge der nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht (das Reich selbst kapitulierte zu keinem Zeitpunkt und besteht de iure bis heute fort) aus Deutschland herausgezogenen Dokumente zu Waffen-. chemische Verfahren. daß sich beide Seiten aus denselben – deutschen – Quellen bedienten. daß die beiden Hauptgegner im Kalten Krieg Hand in Hand arbeiteten. Raketen und sogar Wasserstoffbomben dermaßen ähnlich. gar nicht hätten auswerten können. zwangsweise beigezogene Hilfe der deutschen Experten.

de/hintergruende/zeitgeschichte/kopp-exklusiv-der-wahrheit-einebresche-die-us-.php? option=com_content&view=article&id=83&Itemid=96&lang=de http://de.metapedia. Heiko Petermann: Für und Wider „Hitlers Bombe“. Waxmann Münster 2007 Edgar Mayer.Quellen: Der Konsens zur deutschen Atomforschung vor 2005: „Ende der Unschuld“.net/sitemap/6365/deutsche-nuklearwaffen-t297639/ http://www.html sowie weitere Veröffentlichungen dieser Autoren 17 . Thomas Mehner: Die Angst der Amerikaner vor der deutschen Atombombe.de/index. DVA München 2005 Rainer Karlsch.kopp-verlag.petermann-heiko. Kopp Verlag Rottenburg 2007 Edgar Mayer.org/wiki/Deutsche_Atomwaffenversuche Rainer Karlsch: Hitlers Bombe. zweiteiliger deutscher Fernsehfilm von 1991 Amerikanische Kernwaffenversuche: Michael Light: 100 Sonnen. Knesebeck München 2003 (beeindruckende Farbaufnahmen!) Überblick über die verschiedenen Kernwaffen betreffenden Projekte in Hitlerdeutschland: http://www. Die US-Atombomben des Jahres 1945 waren deutsche Beutebomben http://info. Thomas Mehner: Der Wahrheit eine Bresche.nexusboard.