Entrevista a Hans Peter Dürr

Welches Denken brauchen wir, um die Menschheitsprobleme zu lösen? Unser Weltbild ist immer noch mechanistisch geprägt – und damit zu eng. Der Physiker Hans-Peter Dürr sieht den Schlüssel zur Zukunft in einem neuen Wirklichkeitsbegriff auf Basis der Quanten-theorie. Wie meint er das? Holger Fuß hat nachgefragt. Die Quantenphysik gibt uns immer noch Rätsel auf. Dabei entspricht sie exakt der Logik der Natur. Da verhalten sich Teilchen wie Wellen und Wellen wie Teilchen. Diese Unschärfe verweist auf den Ursprung alles Lebendigen – auf einen zugrunde liegenden universellen Code, der nichts anderes ist als Information. Diese Theorie, die von einigen Quantenphysikern vertreten wird, legt nicht weniger als ein neues Weltbild nahe. Sich da-rauf einzulassen ist gewiss nicht einfach – aber wenn wir es tun, werden wir ganz neue Möglichkeiten entdecken, mit unserem Planeten umzugehen. P.M.: Herr Professor Dürr, was ist eigentlich Materie? Dürr: Im Grunde gibt es Materie gar nicht. Jedenfalls nicht im geläufigen Sinne. Es gibt nur ein Beziehungsgefüge, ständigen Wandel, Lebendigkeit. Wir tun uns schwer, uns dies vorzustellen. Primär existiert nur Zusammenhang, das Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir könnten es auch Geist nennen. Etwas, was wir nur spontan erleben und nicht greifen können. Materie und Energie treten erst sekundär in Erscheinung – gewissermaßen als geronnener, erstarrter Geist. Nach Albert Einstein ist Materie nur eine verdünnte Form der Energie. Ihr Untergrund jedoch ist nicht eine noch verfeinerte Energie, sondern etwas ganz Andersartiges, eben Lebendigkeit. Wir können sie etwa mit der Software in einem Computer vergleichen. Den Untergrund bildet also eine körperlose Form? Ein sehr fremdartiger Gedanke. Ja, das ist unsere enge Denke. Wir müssen immer zuerst an Substanzen denken, ehe wir Beziehungsstrukturen verstehen. Nehmen Sie die Liebe. Wir stellen uns Liebe vor als Beziehung beispielsweise zweier Menschen zueinander. Aber die Liebe selber, dieses Dazwischen, bereitet unserer Vorstellung enorme Schwierigkeiten. Es sei denn, wir geben uns einfach hin und lieben. Und genau dieses Dazwischen ist Gegenstand der Quantenphysik? In gewisser Weise ja. Doch schon der Begriff Gegenstand führt in die Irre. Das ist ein Problem der Sprache. Wir verwenden lauter Substantive, wo wir Verben nehmen sollten. Das prägt unser Denken. Wenn wir über die Quantenphysik sprechen, sollten wir eine Verb-Sprache verwenden. In der subatomaren Quantenwelt gibt es keine Gegenstände, keine Materie, keine Substantive, also Dinge, die wir anfassen und begreifen können. Es gibt nur Bewegungen, Prozesse, Verbindungen, Informationen. Auch diese genannten Substantive müssten wir übersetzen in: Es

liegen Sie falsch. Aber genau damit sind Sie auf dem richtigen Dampfer. Nehmen wir ein Elektron. Dort entscheidet eine winzigkleine Störung von außen. Die alte Naturwissenschaft ist dabei nicht falsch. Sie hat sich herausgebildet. denn in der Quantenwelt herrscht die mehrwertige Logik. Unsere Umgangssprache ist eine Apfelpflücksprache. Solange Sie es sich vorstellen können. dass es das eigentlich gar nicht gibt. haben Sie völlig recht. Die Wirklichkeit erscheint uns schwammig. den Apfel vom Baum zu pflücken. es läuft ab. Sondern? In meiner Sprache nenne ich es ein »Wirks« oder »Passierchen«. Daran müssen wir uns gewöhnen. also nicht nur Ja und Nein. die Quantenphysik zu verstehen. weil ihre Ausssagen unendlich vieldeutig sind. Besser gesagt: Wir ahnen und erleben. das wirkt. ist auch so ein instabiles System. der Objekte und deren Anordnung. Sie meinen also. spiele ich diese erst einmal in Gedanken durch. Warum tun wir uns so schwer damit? Weil unser Gehirn nicht darauf trainiert ist. von dem ich weiß. etwas. das Unentschiedene.bewegt sich. ein Dazwischen. Im Grunde ist da etwas viel Größeres. Betrachten wir ein instabiles System wie etwa ein nasses Schneefeld: Dort kann mein kleiner Fuß eine riesige Lawine auslösen. es weiß voneinander. Also ein physisches Teilchen. Die Quantenphysik beschreibt die Natur viel besser. ob sie zum gewünschten Ziel führt – ja oder nein? Das ist die zweiwertige Logik. exakt auf den Kopf gestellt. es hängt miteinander zusammen. das passiert. Sie beschreiben die Quantenphysik in einer paradoxen Weise. In der Physik sagen wir: Die Wirklichkeit ist nicht die Realität. So bekommen wir eine Ahnung von diesem Urgrund der Lebendigkeit. Unter Realität verstehen wir eine Welt der Dinge. weil sie enorm lebensdienlich ist. Wenn Ihnen das schwammig vorkommt. Ein Pendel. Sie gilt jedoch nur in einem vergröberten Sinn. Es ist eine winzige Artikulation der Wirklichkeit. den ich für meine Ernährung brauche. Es ist paradox. Aber diese zweiwertige Ja-oder-Nein-Logik ist eben nicht die Logik der Natur. Mein Gehirn soll mir im Wesentlichen helfen. . wie wir sie sonst aus mystischen Texten kennen. das etwas auslöst. So ganz habe ich mich an diese Vorstellung noch nicht gewöhnt. die die alte Physik mit ihrem mechanistischen Weltbild beschreibt. um zu erfahren. Eben das Nicht-Greifbare. ob es nach links oder rechts fällt. Also jene Welt. Bevor ich eine Handlung ausführe. wenn ich mich der Quantenphysik in der Umgangssprache nähere. sondern auch Sowohl/Als-auch. ein Elektron existiert gar nicht? Jedenfalls nicht in Form eines herkömmlichen Teilchens.

ein Meer ist eben mehr als ein Netzwerk von Wassertropfen? . Damit kommen Sie der alten indischen Philosophie nahe. das zur Einheit gehört. sondern richte nur meine Aufmerksamkeit auf eine Stelle des Bildes. Die Felder in der Quantenphysik sind nicht nur immateriell. Allmählich habe ich trotz aller Schwammigkeit doch eine Ahnung von dem. die nichts mit unserem vertrauten dreidimensionalen Raum zu tun haben. Das Auge der Madonna ist nämlich nicht ein Teil des Bildes. was so viel wie Nicht-Zweiheit bedeutet. sondern dass es unangemessen ist. Genauer bedeutet die Vorsilbe A aber nicht die Verneinung. Unsere Gefühle sind ja in diesem Sinne alle ein bisschen schwammig. Wenn ich aber auf die einzelnen Dinge in diesem Gemälde zeige.Was für unseren Alltag total ausreicht. Deshalb möchte ich die Begriffe Teilchen oder Atom nicht mehr benutzen und sage stattdessen Wirks oder Passierchen. viel Spielraum in einem Gedicht – und doch bringt es etwas in mir zum Klingen. was in uns zum Klingen gebracht wird. Die Wirklichkeit in der neuen Physik ist Potenzialität. Es hat nichts zu tun mit Masse und Energie. sich auf verschiedene Art materiell-energetisch zu verkörpern. dann deuten wir dies oft als etwas. Die Schwammigkeit bezieht sich ja auf die Greifbarkeit. Dieses Informationsfeld ist nicht nur innerhalb von mir. Dies empfinden wir als eine Resonanz mit etwas viel Umfassenderem. sondern erstreckt sich über das gesamte Universum. es geht über diese Aussage hinaus und lässt sich besser in der Sanskritsprache als Advaita ausdrücken. Der Kosmos ist ein Ganzes. Das heißt. Ich spüre. sondern nur eine Artikulation. beispielsweise auf das Auge der Madonna. Wenn ich ein Gemälde betrachte und von dessen Schönheit spreche. Ein Passierchen ist ein winzig kleiner Prozess. Ahnung ist ein gutes Wort dafür. weil dieser Quantencode keine Begrenzung hat. sondern wirken in ganz andere. die vom All-Einen spricht und von der Identität des Ich und der Außenwelt. eine Welt der Kann-Möglichkeiten. Wir haben überhaupt nur das Eine. überhaupt von Teilen und Zerlegbarkeit zu sprechen. auf ein Element der Vielheit. ihre Grenzen fließen. Es ist ein bisschen wie beim Lesen von Lyrik: Es ist viel Ungenauigkeit. Wenn wir eine Ahnung von etwas in uns verspüren. Emotional haben wir damit weniger Schwierigkeiten. ohne dabei unverständlich zu sein. »Tat tvam asi« lautet die klassische Formel: Dieses bist du. Es gibt nur das Eine. Sie sind Bewegung. Es ist ein reines Informationsfeld – wie eine Art Quantencode. Ja. dann deute ich auf eine Unterschiedlichkeit innerhalb des Einen. größere Räume hinein. Etwas Unteilbares. Ich schneide das Auge nicht heraus. was gemeint sein könnte. das ist das Eine. Aber dieses Eine ist differenziert. was Sie meinen.

anstatt mit ihnen gemeinsam eine Zukunft aufzubauen. Ihre scheinbare Stabilität erhalten sie durch ein dynamisches Ausbalancieren. Sie sind nicht nur Quantenphysiker.Richtig. sodass im Konzert mit anderen etwas geschaffen wird. als wir gemeinhin annehmen. Wenn er hineinfällt. Aber für lebendige Systeme reicht diese mechanistische Beschreibung nicht aus. Ein Wassertropfen existiert ja im Grunde nur außerhalb des Meeres. Darin steckt ungeheuer viel Ermutigung und Optimismus. Wenn Sie einen Apfel fallen lassen. Lebendige Wesen wie etwa der Mensch sind im Grunde instabile Systeme. bei dem das Ganze mehr ist als die Summe einzelner Teile. Sie ist voller Möglichkeiten. es sind menschengemachte Zwänge. also vorherbestimmt. dass die wirtschaftlichen Sachzwänge Naturgesetze seien. sondern auch. dass die Wirklichkeit ein großer geistiger Zusammenhang ist. wobei kein Unterschied zwischen belebt und unbelebt gemacht wird. . Nein. Und wir können diese Welt gestalten! Unsere westliche Konsumkultur. wenn wir uns entmutigen lassen. Wie konnte es zu diesem Irrglauben kommen? Er ist Bestandteil unserer Erziehung. das ständige Energiezufuhr benötigt. Wenn mein Vorteil zugleich der Vorteil des anderen ist. verliert der Begriff Tropfen seinen Sinn. wenn wir uns wirtschaftlichen und technischen Zwängen unterordnen. Mechanistisch bedeutet voll determiniert. Wir leben in einer noch viel größeren Welt. Junge Menschen können so etwas heutzutage kaum noch erleben. wenn wir in unsere Alltagserfahrungen auch einbeziehen. Ein Plussummenspiel. Die Welt der Dinge ist die Welt der stabilen Systeme und damit voll determiniert. Sie sind einsame Einzelkämpfer und müssen gegen ihre Mitmenschen ankämpfen. Aber eine solche Lebensweise ist lebensfeindlich. der ein Gewinn-Gewinn-Spiel spielen kann. wenn wir größere Zusammenhänge außer Acht lassen. Langfristig überlebensfähig ist in der Natur derjenige. folgt er dem Gesetz der Schwerkraft und fällt zu Boden. sondern wurden für Ihr Engagement in der Friedensbewegung bereits 1987 mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt. Inwiefern hat der Quantenphysiker Dürr den politischen Menschen Dürr inspiriert? Die Quantenphysik sagt uns ja nicht nur. die alte mechanistische Naturwissenschaft funktioniert in unserem Alltag mit großer Genauigkeit – welche Bedeutung soll dann eigentlich die Quantenphysik mit all diesen beschriebenen Erkenntnissen für unsere konkrete Lebenswelt haben? Sie hat eine Bedeutung. unser lebensverachtendes wirtschaftliches Wettrennen stellen doch nur eine winzige Nische innerhalb unserer Möglichkeiten dar. Wir werden belohnt. Wenn Sie sagen. was wir lebendig nennen. dass die Welt und die Zukunft offen ist. Trotzdem glauben viele Menschen. Die alte mechanistische Physik beschreibt nämlich zunächst die Realität der Dinge mit den bekannten Naturgesetzen.

lust. Das entspricht 100 Milliarden Energiesklaven. ein Deutscher 55. Darin propagieren Sie eine »intelligente Energienutzung als Schlüssel zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsweise«. die ja ein kompliziertes. Die andere Halbierung können wir erreichen.und freudvolles Leben führen können. dürfte jeder Erdenmensch heute maximal 15 Energiesklaven beschäftigen. Ja. dass die maximale Grenzbelastung durch menschliche und technisch aufbereitete Energieumsätze für die gesamte Erde etwa bei insgesamt zehn Terawatt liegt. Deshalb fordern Sie eine »strikte Geburtenkontrolle von Energiesklaven«. Die Frage lautet: Wie viele Energiesklaven verträgt unsere Biosphäre. aber auch durch den Einsatz von sanfteren Energiesklaven. etwa durch Verwendung von dezentralen Solarenergieanlagen. Ich habe mal ausgerechnet. Ein US-Amerikaner beschäftigt im Schnitt 110 Energiesklaven. Künftig müssen unsere Erzeugnisse langlebig und reparaturfreundlich sein. Um die Grenzbelastung nicht zu überschreiten. .5 Kilowattstunden pro Stunde verbrauchen. Dies entspricht etwa der körperlichen Arbeitsleistung von 130 Milliarden kräftigen Energiesklaven. in dem das eine mit dem anderen gekoppelt ist? Und da stellt sich heraus. Statistisch gesehen hält sich heute jeder Erdenbürger 22 Energiesklaven und kann damit seine persönliche Arbeitsfähigkeit um das 22-fache steigern – mit den entsprechend höheren Umweltauswirkungen. etwa 200 Watt. Eine Beschränkung auf 15 Energiesklaven entspricht in etwa dem durchschnittlichen Lebensstandard eines Schweizers anno 1969. Eine Sklavenstärke nehme ich hierbei als eine Viertelpferdestärke. weil sinnerfülltes. indem wir unseren Lebensstil ändern. dass der gegenwärtige Primärenergieverbrauch der gesamten Menschheit bei 13 Terawatt liegt. ein Chinese 10 und ein Bangladescher nicht einmal einen einzigen. die jeden Tag zwölf Stunden lang ohne Pause in unseren Auftrag mit voller Pulle auf dieser Erde malochen. ausbalanciertes Ökosystem ist. Das bedeutet vor allem eine Geburtenkontrolle der liebsten Kinder der Industrieländer. Aber in der Realität ist der Energieverbrauch natürlich unterschiedlich verteilt. Was bedeutet ein anderer Lebensstil? Energiereduzierte Lebensstile bedeuten kein Leben in Sack und Asche. Durch eine effizientere Energienutzung werden wir etwa die Hälfte der Energiesklaven einsparen können – bei gleichen Dienstleistungen für den Menschen. Wir verbrauchen mindestens drei Terawatt zu viel Energie. Ein Mittelklassewagen mit 60 PS hat somit bereits 230 Energiesklaven unter der Haube.Sie selber haben einen Zukunftsentwurf vorgelegt: »Die 1. Ein Mercedes der S-Klasse mit 190 PS sogar die dreifache Anzahl. Das sind 30 Milliarden Energiesklaven zu viel.5-Kilowatt-Gesellschaft«. Mit etwas Fantasie werden wir sogar ein viel besseres. an. sprich höchstens 1. nämlich der Autos. Wir leben also längst über die Verhältnisse der Biosphäre? Allerdings.

Weil sie zu ignorant und unsensibel sind. der die Biosphäre in Balance hält. Das wären die Solarsklaven. sondern hängt mit der durch Energieumsatz hervorgerufenen Belastung der Biosphäre zusammen. die sich mehr oder weniger im Gleichklang bewegen. die Störsklaven. aber eben keine Granitpyramide. bei diesem prekären Balanceakt mit der Biosphäre riskant zu konkurrieren. Es ist die statische Instabilität. desto größer die Sensibilität. um in der großen Sinfonie der Natur mitzuschwingen? Das ist es! Je höher die Instabilität. Jetzt kommen die menschengemachten Energiesklaven. die Unsicherheit. Auf der Spitze dieses von der Natur sorgsam austarierten Kartenhauses stehen wir Menschen und drohen. die unsere Erfahrungswelt lebendig macht. die Wackeligkeit des Systems. Die Frage lautet: Wie sehr darf man ein lebendiges System stören.Würde eine solare Weltwirtschaft Energie verschwenden dürfen. Die schwingen überhaupt nicht mit. sich im Tanz der Biosphäre harmonisch zu bewegen? . sondern jener Energieanteil. das sind umgerechnet rund 450 Milliarden Energiesklaven. Also hätten wir Menschen die Aufgabe. unsere Energiesklaven daraufhin zu trainieren. dann hätten wir das Bild eines Ozeans wogender Schwingungen vor uns. die gegen diesen Gleichklang schwingen. Die rütteln sozusagen an der natürlichen Gesamtarchitektur und wirken wie eine Infektion in einem Organismus. auf dessen Spitze wir Menschen stehen. Entscheidend ist gar nicht die insgesamt eingestrahlte Sonnenenergie. hinzu. Die Biosphäre ist eine hierarchisch geordnete Pyramide. dass sie in einem System arbeiten. Unser Energieproblem hat nicht nur mit der Beschränktheit von Ressourcen zu tun. das nicht beliebig robust ist. Das ist das Entscheidende. ohne dass die Biosphäre kollabiert? Nein. Unsere rücksichtslos arbeitenden 130 Milliarden Energiesklaven bringen das Biosystem in ein Ungleichgewicht. dieses instabile Gesamtsystem ausbalanciert. ehe die Infektion lebensgefährlich wird? Wenn wir uns den Energiehaushalt eines ausbalancierten Organismus vorstellen. das Gebilde mit unserer technischen Zivilisation zum Einsturz zu bringen. indem etwa ein Zehntausendstel der eingestrahlten Sonnenenergie. der über dreieinhalb Milliarden Jahre hinweg sorgsam aufgebaut wurde. Die menschengeschaffenen Energiesklaven haben keinerlei Gefühl dafür. sondern eher ein Kartenhaus. Dieses Kartenhaus wird aufrecht erhalten. Wir haben begonnen.

wie sie derzeit in der Klimaschutzdebatte neu auf den Tisch gekommen ist? Nein. an der wir nicht mehr allzu viel stören dürfen. bedächtiger zu sein? Schauen wir uns mal an. Ein Reaktor von einem Gigawatt Leistung. produziert jährlich etwa 250 Kilogramm Plutonium. Für eine Nagasaki-Bombe benötigen wir nur acht Kilogramm. Das macht gar nichts aus. Wir müssen die Geschwindigkeit drosseln. die mit hochintensiver Energie arbeiten. So ist nicht nur die Frage der Endlagerung von Atommüll nicht gelöst. in dem die eingestrahlte Sonnenenergie umgesetzt wird. mit einer Halbwertszeit von 24000 Jahren. mit der wir Metalle schmelzen. Dann sehen Sie den Unterschied. Wir stellen unsere Produkte mit einer Prozessenergie her. Damit gewinnen wir eine Energiedichte. Stattdessen aber haben wir ganz rabiate Energiesklaven. Autobleche schmieden und Mineralien aus dem Berg lösen. weil das sehr viel Energie benötigt. Sie ist viel zu gefährlich – aus vielerlei Gründen. Was bedeutet es konkret. Deshalb sind wir an eine Grenze gelangt. Denn Atommüll ist zum Teil spaltbares Plutonium. wie wir ihn weltweit betreiben. hätten wir gar keine Probleme. das außerdem hoch radioaktiv ist. die den Maßstab. sondern dieser Atommüll kann auch als Waffe benutzt werden. was unsere Energiesklaven anstellen. als es die Natur selber vollzieht. weit übertrifft. die große Gebiete für Jahrtausende unbewohnbar machen würde. Unter Umständen will man das Zeug ja deshalb nicht endlagern. Vergleichen Sie das nur einmal mit dem Tempo des Pflanzenwuchses. weil man das Plutonium noch irgendwie verwenden könnte. dass das Kartenhaus nicht einstürzt? Dazu müssen wir verstehen. Es existiert also keine scharfe Trennung zwischen ziviler und militärischer Nutzung der Kernenergie. Wir dürfen nicht drängeln. Alles hochenergetische Vorgänge in einer viel größeren Geschwindigkeit. damit es die Veränderungen auffangen und verarbeiten kann. und verbrennen sie innerhalb von weniger als zwei Jahrhunderten. Beispielsweise zum Bau einer Atombombe. einer schmutzigen Bombe allerdings. Intelligentes Produzieren bedeutet also. das wäre der Heilungsprozess mit der Herausforderung: Wie können wir die Störungen so integrieren. die einen Eimer Wasser den Berg hochtragen. im Tempo der Natur zu arbeiten? Es geht erstens um die Vermeidung von sehr verschiedenartiger Umformung von Materie. Passt zu diesem Evolutionsschritt noch die Nutzung von Kernenergie.Ja. Dann wären sie sanfte Energiesklaven. warum die Entwicklung des Lebendigen so langsam vonstatten geht. Wir holen die Kohle aus dem Erdinneren. Wir sind aber viel zu schnell für das Gesamtsystem. wo sie über Millionen von Jahrhunderten angesammelt wurde. Das System benötigt dieses langsame Tempo. Und zweitens muss die Umformung langsamer geschehen. Die jetzige Kernenergie müssen wir abschaffen. Wenn diese Sklaven sich so verhielten wie wir Menschen. .

der glaubt. wenn er in eine Schnapsfabrik einheiratet. das viel Größere. Das geht einfach nicht. was wir heute verbrauchen. gewissermaßen im großen Internet der Wirklichkeit. er könne sein Suchtproblem lösen. das ich mit Menschen führe. Lebensjahr. Sie stehen in Ihrem 78. Das Jenseits ist alles Übrige. das einfach nicht akzeptabel ist. Sie erscheint mir in der Situation eines Alkoholikers. die Materie. Wenn ich so blöd bin. In dem Maße. ist ja eigentlich die Schlacke. Wenn ich mir also vorstelle. dann ist das okay. wie alles andere auch. Dieses Risiko trifft nicht nur uns. Wenn der schlimmste Störfall in einem Reaktor passiert. das ich selber nicht ausbaden muss.Wäre denn eine tatsächlich ausschließlich zivile Nutzung der Kernenergie vertretbar? Auch nicht. dass ich während meines diesseitigen Lebens nicht nur meine eigene kleine Festplatte beschrieben habe. Glauben Sie an ein Jenseits? Gibt es eine Existenz nach dem Tode? Das ist eine sehr interessante Frage. Aber unseren Nachkommen überlassen wir die Lasten über Tausende von Jahren. unsterblich. Ein Risiko einzugehen. Das. Mit einer effizienteren Energienutzung können wir unseren Verbrauch ohne Weiteres senken. . Deshalb benötigen wir zunächst eine Entziehungskur. hat man ein Ergebnis. werde ich zugleich Teil eines größeren geistigen Ganzen. wie ich immer auch ein Du war. Erst dann können wir überhaupt beurteilen. Wir Nutznießer leben nur ein paar Jahrzehnte. ist unmoralisch. bin ich. Ich kann Russisches Roulette an meinem eigenen Kopf spielen. Mit ein bisschen Intelligenz können wir das einsparen. Nein. die Kernenergie muss weg! Warum bleibt die Kernenergie für manche Menschen immer noch attraktiv? Weil wir übersehen. dann geht dies ja mit meinem körperlichen Tod nicht verloren. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen. Aber die Pistole an den Kopf meines Kindes zu halten ist verantwortungslos. In jedem Gespräch. sondern immer auch etwas in diesen geistigen Quantenfeldern abgespeichert habe. also das. Vieles von dem. sondern vor allem die nachfolgenden Generationen. Und wir müssen es auch: Es können nicht alle Menschen auf dieser Erde einen Lebensstil führen wie die US-Amerikaner. ist einfach weggeworfene Energie. worin das Diesseits eingebettet ist. dass unsere Gesellschaft energiesüchtig ist. die umfassende Wirklichkeit. Was wir Diesseits nennen. was greifbar ist. wie viel Energie wir wirklich brauchen.