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Austrian Academical Dress

Talar: Coming from Italian talare < lateinisch talaris (vestis) = knöchellanges (Gewand), zu: talus
= Knöchel (ankle)

University of Vienna
Talar and Birett worn by rector, decons and members of the senate.
Differences in colour of hood/Kragen/Epomide):
Rector: gold stuff, with hermelin

School of Philosophy – blue


School of law – red
School of catholic religion – yellow
School of evangelical religion – purple

School of medicine – green

Close relationship with the church


After reformation and “Verstaatlichung” of universities: AD was banned

Reintroduction in 1st republic

Klerikertracht für Studierende (1385)

Die ersten Universitätsstatuten (1385) schrieben für Studenten eine schlichte


Klerikertracht, den „vestitus clericalis“ ohne auffällige Zierden oder Farben vor. Sie
bestand aus einem langen dunkelbraunen oder schwarzen talarähnlichen Rock mit
Ärmeln und Kapuze oder Gugelhaube, der in der Taille durch einen Gürtel
(cingulum) zusammengehalten wurde.

Rektoren und Dekane (1385-1784)

Auch der Rektor trat im Mittelalter schlicht „in habito honesto et decenti et clericali“
auf. Bei feierlichen Anlässen trug er einen knöchellangen roten (später schwarzen)
Talar, eine Kappa (ärmelloser Kapuzenmantel) sowie ein pelzverbrämtes Birett. Die
Rektorstracht wurde im 16. Jahrhundert um den goldbestickten, später mit Hermelin
besetzten „spanischen Mantel“, die Epomis, erweitert. Sie sollte seine quasi fürstliche
Standesqualität sichtbar machen, die durch Allongeperücken unterstrichen sein
konnte. Den vier Dekanen wurde ursprünglich empfohlen, sich selbst mit einem
ehrenvollen Habit auszustatten, ab dem 17. Jahrhundert erhielten sie einen
knöchellangen Talar mit Epomis und Birett. Die Trachten wurden bunter, die
Tendenzen der Aristokratisierung sichtbar. Die Farbensymbolik war einem
mehrfachen Wandel unterworfen. Schließlich einigte man sich spät auf die
Fakultätsfarben: Goldgelb (katholische Theologen), Bischofslila (evangelische
Theologen), Karmesin (Juristen), Lindengrün (Mediziner), Dunkelblau (Philosophen).
Abschaffung der Talare (1784)

Kaiserin Maria Theresia hielt Talare für „unnütze Sachen“ und wollte dafür kein Geld
bewilligen. Schließlich schaffte Kaiser Joseph II. die akademischen Amtstrachten per
Hofdekret vom 11. November 1784 ab. Sie erinnerten ihn an die „finstern Zeiten,
…wo der päpstliche Stuhl sich ausschließlich das Recht zueignete, Universitäten zu
errichten“. Die akademischen Funktionäre traten die folgenden 150 Jahre bei
öffentlichen Feiern im schwarzen Frack auf.

Wiedereinführung der Amtstracht (1927)

Erst im 20. Jahrhundert erfolgte die Wiedereinführung der Amtstracht, die bei
akademischen Feiern die Anciennität inszenieren sollten. 1927 wurden akademische
Amtstrachten (Talar, Birett, Epomis ) für Rektoren, Dekane und Senatoren (bis zu
diesem Zeitpunkt ausschließlich Männer) nach den Entwürfen des Professors Rudolf
Bacher (Akademie der Bildenden Künste in Wien) angeschafft, die sich an
historischen Vorbildern orientierten, und noch heute bei akademischen Feiern in
Verwendung stehen.

Professorentalare (1965)

Aus Anlass des bevorstehenden 600. Jubiläums der Universität Wien 1965 trat der
spätere „Jubiläums-Rektor 1965“ Karl Fellinger zusätzlich für die Einführung einer
neuen Amtstracht für alle Professoren ein, um bei den Feierlichkeiten ein einheitliches
Auftreten der Professorschaft zu bieten. Trotz mancher Gegenstimmen beschloss der
Akademische Senat 1964, neben den Funktionären auch Professoren mit Talaren
auszustatten. Mit dem Argument, dass die neue Amtstracht vollständig durch
Sponsoren finanziert wurde, konnte Fellinger die Mehrheit der Senatsmitglieder davon
überzeugen. Es wurden 156 Professorentalare in drei Größen und Birette bei dem
bekannten Modeschöpfer Fred Adlmüller (unter historischer Beratung durch
Universitätsarchivar Franz Gall) in Auftrag gegeben. Besondere Aufmerksamkeit
fanden sie bloß bei den Jubiläumsfeiern und öffentlichen Umzügen, danach blieben
sie meist in den Kleiderschränken.

„Unter den Talaren - der Muff von tausend Jahren“ (1968)

Im Jubiläumsjahr 1965 waren die Talare und Insignien der alten Ordinarienuniversität
als „Ausdruck einer geistigen Gemeinsamkeit“ im Vordergrund gestanden. Im
stürmischen 68er Jahr kämpfte die Studentenbewegung um eine demokratische
Universitätsreform und studentische Mitbestimmung. Die vielzitierte Parole („Unter
den Talaren - der Muff von tausend Jahren“) war schon am 9. November 1967 in
Hamburg als Text eines Transparents anlässlich einer Rektorsinauguration publiziert
worden. Sie richtete sich gegen die nicht erfolgte kritische Erforschung der
Verbrechen des „1000jährigen Reiches“ und gegen überholte Tradtitionen an der
Universität.
Das Tragen von Talaren und öffentliche Rektorsinaugurationen wurden an der
Universität Wien in der Folge vermieden. Erst am 6. November 1991 fand nach langer
Zeit wieder eine feierliche Inauguration des Rektors statt, bei der die Amtstrachten
und Insignien bei der Amtsübergabe Verwendung fanden. Es galt dies nun als ein mit
Beifall aufgenommenes Bekenntnis der Alma Mater Rudolphina zu Ihrer Geschichte
und Eigenständigkeit. Im Gespräch war sogar, neben den im Akademischen Senat
vertretenen Professoren auch die Mitglieder des Mittelbaus und der Studentenkurie
mit eigenen Talaren auszustatten