Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde Dr.

Wolfgang Thüne
Dringend notwendig - Effizienzprüfungen für Klimaschutzmaßnahmen
Die Haltung zur Atomkraft ist hochgradig zwiespältig. Eine sachliche Diskussion, ein vernünftiger Dialog scheinen unmöglich. Befürworter und Gegner stehen sich unversöhnlich gegenüber und verteidigen ihre ideologischen Bastionen. Die Gegner sehen in ihr einen Fluch , skandieren unablässig Atomkraft Nein danke! und warnen vor radioaktiver Verseuchung. Die Befürworter sehen in der friedlichen Nutzung der Kernenergie einen Segen für die Menschheit. Durch sie werde der stetig wachsende Bedarf an elektrischer Energie gestillt, werde Konfliktpotential beim Kampf um fossile Rohstoffe vermindert, werde die Wohlfahrt der Nationen befördert. Ohne Strom gingen buchstäblich die Lichter aus. Die Kernkraftwerke werden auch als Hoffnungsträger angepriesen. Nur die alleine seien in der Lage, die tödlichen Gefahren der drohenden globalen Klimakatastrophe abzuwenden und mit der Erderwärmung den Klimawandel zu stoppen. Mit Beginn der Industrialisierung habe der Mensch eine Zeitbombe gezündet, indem er das klimakillende CO2 in die Atmosphäre freigesetzt habe, das die Erde aufheize und aus der Erde eine Hölle zu machen drohe. Zusätzlich drohe der Anstieg des Meeresspiegels eine Sintflut in den dichtbesiedelten Küstenregionen herauf zu beschwören. Der globale Klima-GAU sei um Größenordnungen gefährlicher als ein atomarer GAU wie am 24. April 1986 in Tschernobyl. Auch die durch ein Erdbeben samt Tsunami ausgelöste Reaktorkatastrophe in Fukushima sei ein regionales Unglück und kein Weltuntergang . Die kontrollierte friedliche Nutzung der Atomkraft sei unverzichtbar. Der Anstieg des CO2-Gehaltes der Luft hat bereits den Club of Rome in seinem Bericht Grenzen des Wachstums im Jahre 1972 bewegt und zu der ernsten Warnung veranlasst, dass ein künftiges Klimaproblem nur dann vermieden werden könne, wenn die Nutzung der fossilen Rohstoffe vermindert und stattdessen der elektrische Strom durch Kernenergie gewonnen würde. Die erste Kernspaltung des Urans war am 17. Dezember 1938 Otto Hahn (1879-1968) gelungen, die hierfür 1944 den Nobelpreis erhielt. Doch bereits ein Jahr später demonstrierte die Kernenergie ihre zerstörerischen Kräfte und erhielt ihr Kainsmal durch die beiden Atombombenabwürfe am 6. und 9. August 1945 in Hiroshima und Nagasaki. Gelingt es diese Kräfte zu zähmen und die Kernenergie friedlich zu nutzen, dann ist das ein Segen für die Menschheit. Man braucht nicht mehr wertvolle fossile Rohstoffe zu verbrennen, nur um Wasser zu erhitzen und mit dem Wasserdampf Dampfturbinen mit Stromgeneratoren anzutreiben, um elektrischen Strom zu erzeugen. Übernehmen Kernkraftwerke diese Arbeit, dann werden nicht nur Rohstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas gespart, es würden beim Betrieb auch keine klimakillenden Treibhausgase wie das CO2 in die Luft geblasen. Dieser 1972 angedeuteten Argumentation des Club of Rome bediente sich 1986 die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V., als sie die Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe aussprach, apokalyptische Klimaängste weckte und den Startschuss für einen neuen Politikzweig gab, die Klimapolitik zum Zwecke Klimaschutz. Öffentlichkeit wie Politik wurden vor die Alternative gestellt: entweder globale Klimakatastrophe oder sichere Kernkraftwerke mit vernachlässigbarem und beherrschbarem Restrisiko. Im Zuge der 68er Kulturrevolution, die mit dem Slogan small is beautiful die Industriegesellschaft verändern und das Großkapital zerschlagen wollte, wurde ein dritter Weg propagiert, die Stromerzeugung mittels Wind und Sonne. Durch Privilegierungs- und

Subventionsgesetze wurden diese Erneuerbaren Energien dem Markt aufgezwungen und wecken die Illusion, dass bis zum Jahr 2050 der Strombedarf ausschließlich mit Strom aus Wind und Sonne gedeckt werden könne. Ob das nicht ein Trugschluss ist, der in dem Adjektiv erneuerbar steckt? Wind und Sonne sind nicht vom Menschen erneuerbar ! Im Gegenteil, der Mensch muss warten, bis der Wind weht und die Sonne scheint. Er kann weder den Luftdruckgradienten bestimmen noch die Nacht zum Tage machen und am Tage den Himmel von Wolken befreien. Doch die alles entscheidende Frage ist: Wie wirken all die Maßnahmen zwecks Reduzierung der Treibhausgase auf das Klima und in welche Richtung wird es sich verändern? Es soll ja das Fieber der Erde gesenkt und der Überhitzung entgegengewirkt werden. Diese Fragen sind nicht nur nicht beantwortet, selbst der natürliche Treibhauseffekt ist bisher eine wenig plausible Behauptung. Er ist zwar von dem Weltklimarat IPCC zu einem Glaubensdogma erhoben worden, aber seine experimentalle Bestätigung steht noch in den Sternen. Und diese sprechen eine andere Sprache. Immer wenn der Himmel nachts aufklart und es wolkenlos ist, dann entschwin det die tags im Boden gespeicherte Sonnenwärme nachts ebenso rasch, wie sie am Tage aufgenommen wurde. Von einer Treibhauswirkung keine Spur. Auch das am Tage erwärmte Treibhaus Auto muss am Morgen vom Eise befreit werden. Der Tagesgang der Temperatur bei wolkenlosem Wetter zu Frühlingsanfang lässt keinen Interpretationsspielraum für die behauptete Gegenstrahlung . Hier als Exempel der Temperaturgang an der Agrarmeteorologischen Beobachtungsstation Oppenheim vom 22. zum 23. März 2011 in 2 Meter und 20 Zentimeter Höhe: 17 Uhr 17,2/18,5; 19 Uhr 13,6/13,0; 21 Uhr 9,8/8,7; 23 Uhr 7,3/5,9; 1 Uhr 5,7/5,2; 3 Uhr 4,0/3,3; 5 Uhr 2,8/2,0; 7 Uhr 1,8/1,3; 9 Uhr 5,6/7,4; 11 Uhr 13,2/16,2; 13 Uhr 15,8/18,3; 15 Uhr 17,3/18,0; 17 Uhr 17,5/18,7°C. Die Werte zeigen nicht nur den Tagesgang der Temperatur angefangen vom Minimum gegen 7 Uhr bis zum Maximum gegen 17 Uhr, sie zeigen auch, dass es in 20 cm über dem Boden tags wärmer und nachts kälter ist als in 2 Meter Höhe. Es ist der Boden, über dem am Tage die Luft erwärmt und nachts abgekühlt wird. Die Sonne liefert die Strahlungsenergie, aber der Boden ist die Heiz- und Kühlfläche zugleich. Die Ausbildung einer Bodeninversion ist ein Beweis für die Nichtexistenz einer wärmenden Gegenstrahlung durch die Treibhausgase . Leider wird zum Vergleich an der Messstation nicht der Tagesgang des CO2 gemessen. Er würde morgens bei Sonnenaufgang ein Maximum und gegen Abend ein Minimum zeigen. Denn wenn die Sonne aufgeht, springt die photochemische Fabrik Pflanze an, entzieht der Luft CO2 und baut Pflanzensubstanz auf. Bei Sonnenuntergang hört die Assimilation auf und nachts wird das bodennahe CO2-Reservoir wieder aufgefüllt, denn CO2 ist Pflanzennahrung und kein Klima- oder Umweltgift ! Nach Altbundeskanzler Helmut Schmidt (1974-1982) gehören nicht nur die Hypothesen des IPCC auf den wissenschaftlichen Prüfstand, es muss auch die Frage nach der Effizienz all der schon in den vergangenen Jahrzehnten getroffenen Klimaschutzmaßnahmen gestellt werden. Klima ist ja offiziell definiert von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf als das mittlere Wettergeschehen an einem Ort über eine Periode von 30 Jahren . Klima ist somit Ausdruck des sehr unterschiedlichen Wetterablaufs an den verschiedenen Orten der Erde. Das Wetter über die Allgemeine Zirkulation erzeugt die große Klimavielfalt der Erde, die Biodiversität, die Vielfalt an Ökosystemen, an Pflanzen und Tieren. Das Klima eines Ortes ist nichts als eine statistische Maßzahl, eine Abstraktion, hinter der der Wetterablauf von 30 Jahren verborgen ist. Die mittlere Temperatur, auf die sich das IPCC konzentriert hat, ist allein kein hinreichender Indikator zur Beschreibung des Klimas. Dazu gehören Wind, Sonne, Regen und viele andere Wetterelemente. Wenn man nicht nur über die Zeit, sondern auch noch über die gesamte Erde mittelt, dann erhält

man zwar eine Weltmitteltemperatur oder Globaltemperatur , doch dies ist nur ein Spielwert ohne Wert, kein Ausdruck für die Existenz eines Globalklimas , das der Mensch beliebig steuern könnte. Die Definition von Klima ist eindeutig. Voraussetzung von Klima ist die Existenz von Wetter. Der Mond hat kein Wetter und damit auch kein Klima, weil er keine Lufthülle, keine Atmosphäre hat. Auf der Tagseite hat der Mondboden etwa plus 120° Celsius und auf der Nachtseite kühlt er ab bis auf etwa minus 240° Celsius. Diese extremen Schwankungen gibt es auf der Erde nicht dank der beweglichen Lufthülle und des Wassers auf der Erde. Zurück zur Forderung nach Effizienzprüfung der Klimaschutzmaßnahmen durch Verminderung der CO2-Emissionen. Bevor sie nach Jahrzehnten über Klimawerte nachweisbar sein, müssen sie direkt an Veränderungen der Wetterparameter nachzuweisen sein. Dieser Nachweis steht aus. Offensichtlich scheint keinerlei Interesse daran zu bestehen, weder seitens der Politik noch der Klimaexperten. Die Angst vor der Klimakatastrophe wie der Irr-Glauben an die Fähigkeit der Klimabeeinflussung sind tief im Unterbewusstsein der Menschen verankert und sind damit ein ideales Instrument zu deren Manipulation. Warum sollte man dieses Herrschaftsinstrument freiwillig aus der Hand geben? Die nationalen Wetterdienste könnten die Wirkungslosigkeit der Klimaschutzmaßnahmen offenlegen, aber sie unterliegen der staatlichen Hoheit und dürfen es nicht. Auch die Staatlichen Forschungseinrichtungen inklusive der Universitäten sind finanziell vom Staat abhängig. Es bewahrheitet sich: Geld regiert die Welt! Es gibt kein von staatlichen Fördermitteln abhängiges Institut in der Welt, das den gesamten global gesteuerten Klimaschutzwahn ad absurdum führen könnte. Die Staaten müssten auf Macht und Geld verzichten, das ihnen in Milliardenhöhe durch den Handel mit Emissionszertifikaten in die leeren Staatskassen fließen soll. Das aufgeklärte Bürgertum muss diese Forderungen erheb und en zwar mit einer Massivität, die Bürgerrechtsbewegungen angemessen ist. Es geht beim Klimaschutz nicht nur um unser Geld, sondern um unsere Freiheit! Sie ist in größter Gefahr durch ein Übermaß an Kontrollen und Reglementierungen. Wenn tatsächlich die Pro-Kopf-Emission auf Zwei Tonnen pro Jahr festgelegt werden sollte, dann würde das zwar nichts am Wetter und damit am Klima verändern, doch mit unserer Freiheit, der freien Beweglichkeit oder Auto-Mobilität wäre es vorbei. Auch wenn unsere Häuser luftdichten Dewar-Gehäusen glichen, sie müssten im Winter beheizt werden. Es gibt keine Isolier- oder Thermoskanne, in der der Kaffe nicht abkühlt. Die apokalyptische Vision Klimakatastrophe hat uns in eine kollektive Angstneurose versetzt, die als German Angst bekannt ist. Angst lähmt den Verstand und mindert die Urteilskraft. Doch vor dem Klima braucht kein Mensch Angst zu haben. Klima gibt es nur als abstraktes Konstrukt, abgeleitet von langjährigen Wetterbeobachtungen. Klima hat keinerlei Realität. Islandtief und Azorenhoch sind leblose statistische Gebilde. Alle Gefahren gehen vom Wetter aus. Dieses können wir nicht beeinflussen. Wir können aus einem Orkantief kein sonniges Hochdruckgebiet machen. Wir können die Westströmung nicht in eine Südströmung verwandeln, um endlich die ersehnten Frühlingstemperaturen zu haben. Durch den Zerfall des Ostblocks Anfang der 90er Jahre wurden schlagartig die CO2-Emissionen um circa 20 Prozent gesenkt. Hat das irgendwelche Auswirkungen auf das Wetter gehabt? Haben wir mit dem Königsberger Aufklärungsphilosophen Immanuel Kant (1724-1804) den Mut, unseren eigenen Verstand zu benutzen, um uns aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit

zu befreien. Die Lage ist äußerst ernst. Es geht um unsere lang erkämpfte Freiheit! Fordern wir massiv von der Politik, dass sie klipp und klar offenlegt, welche Absichten sie wirklich

mit der Klimaschutzpolitik bezweckt. Fordern wir massiv von der Wissenschaft, dass sie klipp und klar ihre Motive offenlegt, warum sie ausgerechnet das Klima als Ge fahrenquelle definiert hat, obgleich sie weiß, dass es Klima per Definitionen als Naturvorgang nicht gibt. Der einzige sich in der Natur über unseren Köpfen abspielende Naturvorgang ist das Wetter. Nur das Wetter kann Hochdruck- und Tiefdruckgebiete hervorbringen, uns Hitzeund Kältewellen bescheren, Dürren und Überschwemmungen verursachen. Auf all diese Vorgänge hat der Mensch keinen Einfluss. Genau so wenig Einfluss hat der Mensch auf Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche. Weil das Wetter so elementar auf uns Menschen und unsere Lebens- und Arbeitsweise einwirkt, auf den Transport zu Lande, zu Wasser und in der Luft , haben wir einen Anspruch auf zuverlässige Wettervorhersagen. Dies gehört zur Daseinsfürsorge eines Staates. Dafür haben alle Staaten Wetterdienste. Sie gehören auch zur Daseinsvorsorge, um wenigstens für einige Tage verlässlich vorausplanen zu können, auch wenn es nur um die Dacharbeiten oder einen Wochenendausflug an die See oder in die Berge geht. Hierauf haben wir Bürger als Steuerzahler einen Anspruch. Angesichts der Komplexität des Wettergeschehens und seiner prinzipiellen Unberechenbarkeit wissen wir, dass es keine exakten punkt - und zeitgenauen Vorhersagen geben kann. Doch an der Verbesserung der Wetterprognosen muss gearbeitet werden. Darauf sollen sich die Staaten konzentrieren und nicht auf das Spielen mit Klimabedrohungsszenarien. Von Richard Drews stammt der Spruch: Ein kluger Gedanke hat s schwer, sich durchzusetzen, aber Narrheiten breiten sich aus wie Steppenbrände. Löschen wir die Narrheit Klimaschutz ! Oppenheim, den 24. März 2011 Dr. Wolfgang Thüne