Wettbewerb

:
Zeig uns dein
Reinicken-
dorf-Foto
... Seite 12
Das ComebaCk Des Jahrzehnts:
Darum brauchen wir die
KERNENERGIE
Hui & Pfui:
Die Bezirks-
Jugendpolitik
im Test
... Seite 3
Berlinale:
Deutsches
Kino liegt
im Trend
... Seite 11
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www. j u-reinickendorf. de
5 JUnge Generation!
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Frühjahr 2009 2
Und nach der Schule? Nochmal 4 tolle Möglichkeiten!
BWL: Ingolstadt? Und dann auch noch BWL? Die meisten Freunde ha-
ben sehr erstaunt reagiert, als ich ihnen mitteilte, ins Zentrum Bayerns
zu ziehen und dort ein Fach zu studieren, das ich eigentlich auch in Ber-
lin hätte studieren können. Dass die School of Management Ingolstadt
einen wunderbaren Ruf hat und dass mir die bayerische Mentalität zu-
gesagt hat, war aber nicht der Hauptgrund für meine Entscheidung.
Ingolstadt vermittelt nicht nur neues theoretisches Wissen, sondern
auch neue Erfahrungen. Wie viele andere Studenten wohne ich das
erste Mal alleine und muss mich selber um den Haushalt kümmern:
waschen, kochen, einkaufen, kalkulieren, ob man sich diese schönen
neuen Stiefel kaufen sollte oder doch lieber einen Staubsauger ...
Deseiteren lernt man schnell neue Leute kennen, die aus ganz
Deutschland kommen, und andere kulturelle Hintergründe haben.
Das Studium in einer fremden Stadt ist eine Möglichkeit, den so-
zialen Horizont zu erweitern und sich nicht mehr nur auf den alten
Freundeskreis zu verlassen.
Anna Kramlinger, 20, gebürtig aus frohnau
W
ie in der XI. Ausgabe versprochen, stellen wir wieder vier Ideen vor, was man nach Beendigung der Schullaufbahn machen könnte. Zuletzt
berichteten wir vom Zivildienst, von der Bundeswehr und vom VWL- und Auslands-Studium (siehe: www.ju-reinickendorf.de/juintim.php).
Vielleicht ist ja genau das Richtige für den einen oder anderen mit dabei. Wenn nicht, dann erwarten euch demnächst wieder weitere Ideen.
Duales Studium: Das duale Studium, auch „Berufsakademie“
genannt, bedeutet praktische Ausbildung und wissenschaftliche
Theorie in einem. Drei Jahre lang wechseln die Studenten dabei
im quartalsweisen Rhythmus zwischen Fachhochschule und Aus-
bildungsplatz. Voraussetzung für den Beginn des Studiums ist ein
Vertrag mit einem geeigneten Kooperationsunternehmen.
Wer einen der begehrten Studienplätze ergattern will, muss sich da-
bei frühzeitig bei den entsprechenden Unternehmen bewerben. Es
ist keine Seltenheit, wenn bereits ein halbes Jahr vor Studienbeginn
alle Plätze belegt sind. Die frühzeitige Bewerbung allein reicht zu-
meist nicht. Neben einem guten Abitur muss der Bewerber sich zu-
sätzlich in Eignungstests, Interviews und Assessment Centern gegen
seine Mitbewerber durchsetzen. Für die Besten winkt nicht nur der
Studienplatz, sondern im Regelfall auch ein erhöhtes Ausbildungsge-
halt, welches auch während der Studienphasen gezahlt wird.
Nach dem Studium kann der Student nicht nur auf seinen akade-
mischen Titel verweisen, sondern auch auf drei Jahre Berufser-
fahrung. Die Absolventen dieses Studienganges sind auf dem Ar-
beitsmarkt begehrt und werden zumeist von den kooperierenden
Unternehmen weiterbeschäftigt.
Sven Cybulski, 24, Märkisches Viertel
Zahnmedizin: Zahnarzt, das war eigentlich nie eine Option für
mich. Aber nachdem ich ein Praktikum beim Zahnarzt gemacht und
vieles gesehen hatte, Karies „wegbohren“, Zähne ziehen, Implantate
setzen, habe ich mich immer mehr für dieses Berufsfeld der Medi-
zin interessiert. Und siehe da, jetzt studiere ich Zahnmedizin an der
Charité Universitätsmedizin Berlin. Wenn man es mal genau nimmt,
ist der Name „Zahnmedizin“ ein Begriff, der, wenn auch den größten
Teil, nur einen Bereich unserer Arbeit beschreibt. Im Studium, das
regulär zehn Semester dauert, lernen wir nicht nur alles über den
Zahn an sich, sondern auch alles über die noch so kleinsten Ano-
malien im Mund, und auch der Kiefer kommt dabei nicht zu kurz.
Das tolle an dem Job Zahnarzt ist, dass man viel mit Menschen zu-
sammenarbeitet und diesen nicht selten ein neues Lebensgefühl
schenkt, denn wer will jemanden küssen, dessen Mund aussieht wie
die Haare manch eines Popstars, nämlich kreuz und quer, und am
besten genau so schwarz. Wenn ich euer Interesse geweckt habe,
dann macht ein Praktikum beim Zahnarzt. Da könnt ihr diesem Be-
ruf mal so richtig auf den Zahn fühlen!
Markus Dehé, 19, Hermsdorf
Steuerfachangestellter: Zunächst hatte ich ernsthafte
Zweifel, ob der Beruf des Steuerfachangestellten nicht vielleicht „zu
langweilig“ für mich sei. Schon nach kurzer Zeit musste ich feststel-
len, dass ich mich grundlegend geirrt hatte, denn in meinem Beruf
konnte ich von nun an voll aufgehen. Von Tag zu Tag verbesserte sich
mein Wissen rund ums Steuerrecht und dementsprechend machte
mir das Arbeiten mehr und mehr Spaß. In der Regel betreut jeder
Fachangestellte seinen eigenen Mandantenstamm und muss diesen
von A bis Z beraten. Man erstellt Finanz- und Lohnbuchführungen
und fertigt ggf. die entsprechenden Steuererklärungen an.
Der Alltag in der Kanzlei ist jedoch nicht geprägt durch einfaches
Erstellen von Buchführungen oder Steuererklärungen, denn der
Fachangestellte muss vielmehr noch weiter gehen. Er soll den Man-
danten beraten und ihm „Tipps“ geben, wie er am besten Steuern
sparen kann. Im Großen und Ganzen kann ich nur jedem empfeh-
len, sich mit dem Beruf des Steuerfachangestellten zu befassen.
Übrigens haben Steuerfachangestellte gute Aufstiegsmöglich-
keiten und können auch ohne Abitur und Studium durch Weiterbil-
dung zum Steuerberater aufsteigen und ihre eigene Kanzlei selbst
führen. Abschließend ist zu erwähnen, dass Steuerfachangestellte
dringend gesucht werden und man keine Angst haben muss, nach
der Ausbildung in die Arbeitslosigkeit abzurutschen.
Nico Aust, 22, Glienicke/Nordbahn
JUnge Generation!
.
Frühjahr 2009 3
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Hui und Pfui
aus dem Rathaus
I
n den letzten Monaten sind drei DFB-
Mini-Fußballfelder in Reinickendorf ge-
baut worden. Es handelt sich dabei um
13 mal 20 Meter große Kunstrasenfelder
mit Toren und Banden, von denen insgesamt
1.000 Stück in ganz Deutschland vom DFB
fnanziert wurden.
Die Idee entstand nach der WM 2006 und be-
steht darin, den Nachwuchs zu fördern und vor
allem auch Kindern ohne Vereinszugehörigkeit
die Möglichkeit zu geben, sich in ihrer
Freizeit sportlich zu betätigen. Bewer-
ben konnten sich Schulen und Sport-
vereine, die eine Kooperation mit
Schulen nachweisen können.
Das Bezirksamt Reinickendorf,
besonders Sportstadtrat Frank
Balzer (CDU), setzte sich für die
Umsetzung dieses Projektes tat-
kräftig ein, indem es für die Kosten
der Herrichtung des Untergrundes
der Felder aufkam.
Die Minifelder befnden sich auf der Sportan-
lage des 1. FC Lübars in der Schluchseestraße,
an der Tegeler Hoffmann-von-Fallersleben-
Grundschule und der Frohnauer Victor-von-
Gollancz-Grundschule.
Marcel Gewies, 26, Student, Tegel
S
PD-Stadtrat Peter Senftleben will die
in der Tegeler Sterkrader Straße 44 an-
sässige Freizeiteinrichtung Metronom
schließen. Dort boten der Verein und sei-
ne ehrenamtlichen Helfer den Jugendlichen
ein handwerkliches Freizeitangebot. Unter
fachkundiger Anleitung konnten junge Leute
hier in ihrer Freizeit Fahrräder, Mofas,
Kinderwagen und andere Fahrzeuge
reparieren. Dies ist nun leider vor-
erst nicht mehr möglich.
Senftleben kündigte dem Frei-
zeitverein den Nutzungsvertrag
für die Werkstatträume und ver-
hängte für die Vereinsmitglieder
sogar ein Zutrittsverbot. Und dass,
obwohl der Verein gegen die Kün-
digung erfolgreich binnen kurzer
Zeit mehr als 1.600 Unterschriften sammelte.
Die Junge Union Reinickendorf unterstützt des-
halb die Forderung der CDU, das Zutrittsverbot
sofort wieder aufzuheben. Außerdem soll der
Verein einen neuen Vertrag erhalten, so dass
für die Mitglieder des Vereins auch künftig eine
Weiterführung ihrer ehrenamtlichen Arbeit für
und mit jungen Leuten möglich wird.
Andrea Blankenburg, 27, Dipl.-
Verwaltungswirtin, Am Schäfersee
3 neue Bolzplätze Metronoms Ende
www. j u-reinickendorf. de
5 JUnge Generation!
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Frühjahr 2009 4
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Auto- und Motorradausbildung
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Auffrischungsfahrtstunden
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Aufbauseminare ASF und ASP
.
Fortbildungsseminar FSF
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Intensivausbildung jederzeit möglich
Nicht mehr auf Schusters Rappen, sondern
zur Fahrschule Schumacher schlappen.
Bürozeiten: Mo-Fr 16-18.30 Uhr
.
Grußdorfstraße 19
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13507 Berlin (Tegel)
.
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www.fahrschule-dieter-schumacher.de
Das sind wir
D
ie Junge Union Reinickendorf startet
geschlossen ins Super-Wahljahr 2009.
Auf der Jahreshauptversammlung am
9. Januar im BVV-Saal im Rathaus wählten die
Mitglieder den neuen Kreisvorstand.
Angeführt wird der aktivste politische Jugend-
verband Berlins weiterhin von dem Tegeler
Tim-Christopher Zeelen. Zu seinen Stellver-
tretern wurden gewählt: Andrea Blankenburg,
Sven Cybulski, Johannes Eydinger und Marcel
Gewies. Wiedergewählt wurde auch Schatz-
meister Alexander Walewski. Die Beisitzer
heißen Bettina Blankenburg, Lukas Dehé,
Markus Dehé, Natalie Gottlieb, Peter Kram-
linger, Julia Schrod und Björn Wohlert. In den
Vorstand kooptiert wurde Sabrina Rybicki.
Johannes Eydinger, 30,
Selbständig, Am Schäfersee
„Pro Reli“: Volksentscheid kommt
M
it der tatkräftigen Unterstüt-
zung der CDU und der JU Ber-
lin und insgesamt 265.823
gesammelten gültigen Stimmen ist das
Volksbegehren für freie Wahl zwischen
Ethik- und Religionsunterricht ein Erfolg auf
ganzer Linie.
Die Hürde von notwendigen 170.905 gültigen
Stimmen ist somit problemlos überwunden
worden und der Weg zum alsbald folgenden
Volksentscheid ist nun frei. Die CDU und JU
forderten eine Zusammenlegung von Europa-
wahl und Volksentscheid. Die SPD stellte sich
jedoch quer und setzte im Senat den 26. April
als Wahltermin durch. Damit sprach sie sich
gegen eine Zusammenlegung mit der Europa-
wahl am 7. Juni aus. Der gesonderte
Termin des Volksentscheids
bedeutet etwa 1,5 Millionen
Euro Mehrkosten für den Ber-
liner Haushalt. Der Regierende
Bürgermeister begründet dies wie folgt: „Wir
wollten mehr Demokratie, und das kostet“.
Der wirkliche Grund für diesen frühzeitigen
Termin liegt allerdings in dem taktischen Kal-
kül, die Wahlbeteiligung dadurch möglichst
gering zu halten, damit der Volksentscheid
scheitert. Diese Einstellung kann vor dem
Hintergrund des Schuldenlochs im Berliner
Haushalt nicht von der CDU und JU unter-
stützt werden.
Björn Wohlert, 21 Jahre, Wittenau
Tegel: Gefährliche Munition
W
ie erst kürzlich bekannt wurde,
stellte bereits im Jahr 2005 ein
Gutachten mit dem Titel „Test-
felderprobung – Kampfmittelberäumung auf
dem Flughafen Te-
gel – Gefährdungs-
abschätzung“ fest,
dass Blindgänger
aus dem Zweiten
Weltkrieg direkt
unter den Lande-
bahnen und den
Terminals liegen.
Im Gutachten heißt
es, dass ein „objek-
tives Gefahrenpo-
tenzial“ aufgrund
„ o b e r f l ä c h e n -
naher Spreng- und zündkräftiger Munition“
besteht.
Das bedeutet nach Ansicht von Fachleuten,
dass ein Flugzeug, das mit seinem Fahrwerk im
Erdreich neben den Bahnen aufkommt, Muni-
tion zur Detonation bringen könnte. Dort, wo
täglich hunderte Flugzeuge mit Tausenden
von Zivilisten starten und landen, liegen also
hochexplosive Sprengsätze.
Empfohlen wird
daher die „fächen-
deckende Kampf-
mittelberäumung
aller nicht versie-
gelter Flächen“.
Dies kann allerdings
sehr teuer werden,
weshalb Bund, Land
und Fluggesell-
schaft sich streiten,
wer die Kosten zu
tragen hat.
Solange bleibt für
uns wohl nur das Prinzip Hoffnung, dass beim
nächsten Urlaubsfug nichts passieren wird.
Ein echter Skandal!
Sven Cybulski, 24, Bank-
angestellter, Märkisches Viertel
Zwitscher, zwitscher
Auch die Junge Union zwitschert seit ei-
nigen Wochen im Netz. Twitter heißt die
Plattform, auf der man sich seinen Freun-
den in 140 Zeichen mitteilen kann. Mini-
Blogging ist das Zauberwort. Nachrichten
kurz und bündig ohne lange Texte, immer
darüber informiert, was geht.
Viele sind schon da – schau auch du vorbei
unter www.twitter.com/jureinickendorf.
JUnge Generation!
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Frühjahr 2009 5
Diesmal bei uns gesucht: Comic-/Karika-
turen-Zeichner und Kameramann!
Du fragst dich warum? Ganz einfach: Un-
sere JUnge Generation! braucht auch mal
etwas lustiges Handgemaltes. Einen klei-
nen lustigen Comic, eventuell als Fort-
setzungsgeschichte, oder eine Karikatur
zu aktuellen politischen Themen.
Und für unsere Aktionen, Veranstaltungen
und geplanten Video-Podcasts sind wir auf
einen talentierten Hobby-Kameramann
angewiesen, der uns richtig ins Bild setzen
kann.
Du siehst also, bei uns werden immer wie-
der vielseitige Jobs ausgeschrieben. Lan-
geweile kommt bei uns nicht auf! Wenn du
also Interesse hast, dann melde dich bei
uns! Wir freuen uns auf dich!
&
Hingeschaut
aufgepasst
Jetzt isser da!
N
ach harter schweißvoller Arbeit und
unzähligen helfenden finken Hän-
den haben wir es geschafft, uns und
der JU Reinickendorf ein neues Zuhause
zu geben.
Mit Kreativität ist es uns gelungen, aus
den anfangs muffeligen Büroräumen
gemütliche Begegnungs- und Veranstal-
tungsräume zu gestalten. Eine neue Bar
wurde gebaut. Wände wurden in den
für die JU typischen Farben Blau und
Orange gestrichen. Moderne plastische
Schriftzüge aus Styrodur zieren nun die
Wände. Der neue Club ist wirklich in der
Postmoderne angekommen.
Der Auszug aus dem altehrwürdigen
Gebäude in Alt-Reinickendorf ist uns
damit trotz langjähriger Verbundenheit
und sehr guter Erinnerungen an tol-
Jetzt isser weg!
A
m 8. Februar um 13:09 Uhr war es so-
weit. Nach 30 Jahren Standfestigkeit
in Frohnau wurde das mit 358 Metern
vierthöchste Bauwerk Deutschlands ge-
sprengt.
Der Frohnauer Funksendemast wurde
1977 bis 1979 errichtet, damit mehr als
10.000 Telefongespräche gleichzeitig
von West-Berlin nach Westdeutschland
möglich waren. Der Turm musste üb-
rigens so hoch sein, damit er trotz der
Erdkrümmung Sichtkontakt mit dem
344 Meter hohen Turm in Gartow an der
Elbe hatte. Insgesamt gab es vier solcher
Funkbrücken.
Anfang der 80er Jahre wurden dann noch
zwei Abhöranlagen für die Amerikaner
und die Franzosen eingebaut. Trotz Vor-
le Abende nicht sehr schwer gefallen. Viele
unserer Gäste haben sich schon sehr positiv
über die neuen Räume geäußert. Und die
Bewährungsprobe mit Großveranstal-
tungen wie der Weihnachtsfeier, dem
Besuch von Frank Steffel und der Hes-
sen-Wahlparty wurde mit Bravour ge-
meistert.
Dennoch gibt es in der nächsten Zeit
noch einige Dinge zu tun. Ein Schrank
muss gekauft, die Musikanlage aufge-
rüstet, Gardinen genäht und das Baran-
gebot erneuert werden. Ihr seht also:
Der Club ist weiter im Wandel, damit die
Freitage immer wieder zu einem Erlebnis
werden.
Wenn ihr euch mal selbst ein Bild machen
wollt, dann kommt doch einfach vorbei
und genießt die neue Atmosphäre!
sichtsmaßnahmen konnte die DDR aber ihrer-
seits die Funkverbindungen abhören.
Da der Turm nach der Wiedervereinigung sei-
ne Funktion verlor, keine anderen Ver-
wendungszwecke gefunden wurden und
die Erhaltung zu kostenintensiv gewesen
wäre, entschloss man sich zur Spren-
gung.
Bis zu 20.000 Schaulustige verfolgten
das Spektakel, das aber schon nach elf
Sekunden vorbei war. Da der Funksende-
mast für viele Menschen der Umgebung
als weithin sichtbarer Orientierungs-
punkt bei der Heimfahrt die nahende
Ankunft anzeigte, war auch ein bisschen
Wehmut mit dabei.
Beide Texte: Marcel Gewies,
26, Student, Tegel
Reinickendorf rockt!
V
om 23. bis zum 28. März fndet bereits zum 30. Mal
der Rockwettbewerb im Reinickendorfer Fuchsbau
(Thurgauer Straße 66, 13407 Berlin) statt.
Im Fuchsbau werden junge Nachwuchsbands gefördert. Er
gibt ihnen mit dem jährlich stattfndenden Rockwettbewerb
eine Plattform sich zu präsentieren und entdeckt zu werden.
An fünf Tagen werden insgesamt 20 junge Bands aus Berlin
und Umgebung spielen. Alle Bandmitglieder müssen unter
25 Jahre alt sein. Alle Musikrichtungen sind willkommen, die
Musik muss allerdings handgemacht sein.
Der Vorentscheid dauert vier Tage, danach entscheidet dann
eine Fachjury, wer im Finale rocken darf. Am Finaltag wird
dann die Prominentenjury unter den besten Bands die ulti-
mative Rockband wählen.
Der Prominentenjury gehören Martin Kesici (Sat.1-„Star-
Search“-Sieger), Wolfgang Bahro (Dr. Joe Gerner aus „GZSZ“)
und der bekannte StarFM-Moderator T-Bone an („T-Bone´s
Breakfast-Club“).
Lukas Dehé, 21, Student, Hermsdorf
5
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JUnge Generation!
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Frühjahr 2009 6
Deutschland isoliert sich in Europa
A
nfang Februar überraschte Schwedens
bürgerliche Regierung die Weltöffent-
lichkeit. Man setzte das seit fast 30 Jah-
ren bestehende Verbot für den Bau von Atom-
reaktoren außer Kraft. Eine große Mehrheit
der Bevölkerung unterstützt das Vorhaben.
Der Akt ist sehr symbolisch: Die Schweden
waren die ersten, die 1980 in einem Referen-
dum für den Ausstieg aus einem bestehenden
Kernkraftprogramm stimmten.
Damit ist Deutschland praktisch isoliert. Frank-
reich und Finnland waren schon immer für die
Nutzung der Kernenergie. In den Niederlan-
den, der Schweiz und Tschechien sind neue
Atomkraftwerke beantragt. Polen will neu in
die Kernenergie einsteigen. Und Italien hatte
schon im letzten Herbst den Ausstieg aus dem
Austieg beschlossen. N jey
Deutsche Atomenergie ist sicher
D
eutsche Atomkraftwerke gehören
weltweit zu den sichersten Atom-
kraftwerken. Sie haben auch die
höchsten Sicherheitsstandards. Ein Restrisi-
ko bleibt natürlich immer bestehen, wie auch
bei allen anderen Dingen im Leben. Wenn
man aber bedenkt, dass sich seit Inbetrieb-
nahme des ersten Atomkraftwerks vor etwa
50 Jahren in Deutschland kein größerer Zwi-
schenfall mit ernsthaften Folgen ereignet hat
und regelmäßige Kontrollen der Anlagen und
von Strahlengrenzwerten durchgeführt wer-
den müssen, ist das Risiko für einen GAU zu
nachlässigen.
Was haben wir übrigens davon, wenn Deutsch-
land bald frei von Atomkraftwerken ist, in den
unmittelbaren Nachbarländern und in ande-
ren Teilen der Welt aber neue Atomkraftwerke
entstehen, welche nicht im Ansatz so sicher
sind wie unsere? Deutschlands Vorreiterrolle
auf dem Gebiet der Kernenergie-Sicherheit
kann nur bestehen bleiben, wenn auch hier in
Deutschland Kernkraftwerke betrieben wer-
den. Damit kann Deutschland zur Sicherheit
der Atomkraftwerke in der ganzen Welt bei-
tragen. N mg
Atomenergie sichert Arbeitsplätze
D
urch den Ausstieg aus der Kern-
energie sind in Deutschland etwa
40.000 Arbeitsplätze direkt gefähr-
det. Ferner würde ein Ausstieg aus der Kern-
energie-Hochtechnologie dem Ansehen des
Industriestandortes Deutschland schaden und
dadurch mögliche Investoren anderer Indus-
triezweige abschrecken. Damit wären weitere
nicht direkt mit der Atomenergie verknüpfte
Arbeitsplätze gefährdet.
Aufgrund des weltweiten Ausbaus von Atom-
kraftwerken würde ein endgültiger Ausstieg
auch bedeuten, dass Deutschland sich an
der Entwicklung in diesem wichtigen Wirt-
schaftsbereich nicht beteiligen kann, sein
technisches Know-How verliert und an die-
sem neuen großen Exportmarkt keinen An-
teil haben wird.
Die hochqualifzierten Spezialisten und Fach-
kräfte und die in der Atomenergiebranche
forschenden Wissenschaftler sind dann nicht
mehr in Deutschland zu halten.
Weshalb muss man überhaupt die erneuer-
baren Energien und die Kernenergie gegen-
einander ausspielen? Durch einen gesunden
Mix beider Energieformen lassen sich gemein-
sam sogar noch mehr Arbeitsplätze sichern
beziehungsweise schaffen. N mg
Bezahlbarer Strom rund um die Uhr
K
ernenergie hält in Deutschland mit
über 22 Prozent den größten Anteil
an der gesamten Stromerzeugung.
Wichtig für die Stromversorgung sind insbe-
sondere die grundlastfähigen Energieträger.
Dies bedeutet eine kontinuierliche Energie-
bereitstellung durch das Kraftwerk. Kern-
energie leistet in Deutschland die Hälfte die-
ser Grundlastversorgung.
Wind- oder Solarenergie können in der Grund-
last nicht eingesetzt werden, da bei ihnen keine
kontinuierliche Stromproduktion möglich ist.
Daher stehen diese Energieformen auch nicht
in direkter Konkurrenz zur Kernenergie.
Die 17 deutschen Kernkraftwerke sollen spä-
testens im Jahr 2023 vom Netz gehen. Die
zentrale Frage für Politik und Wirtschaft in
den nächsten Jahren ist, ob diese Kapazitäten
überhaupt durch andere grundlastfähige
Energieformen ersetzt werden können und ob
Strom noch für jeden Bürger bezahlbar sein
wird. Schon jetzt gibt es Stromanbieter, die
vergünstigte Tarife mit hohem Kernenergie-
anteil anbieten. N ld
Wahre Gründe
für den Ausstieg
aus dem Ausstieg
Es ist das Comeback des Jahrzehnts: Die weltweite Rück-
kehr zur Atomkraft. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis
auch Deutschland wieder die Chancen der Kernernergie
erkennt. Chancen für ein CO
2
-freies Klima, Chancen für
bezahlbaren Strom, Chancen für Arbeitsplätze, Chancen
für Innovationen.
Ein Report von Lukas Dehé (ld), Johannes Eydinger (jey),
Marcel Gewies (mg) und Tim-Christopher Zeelen (tcz).
JUnge Generation!
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Frühjahr 2009
Importabhängigkeit senken
D
eutschland ist von Gas- und Ölex-
porten aus dem Ausland abhängig.
Bei Gas beträgt die Importabhängig-
keit rund 85, bei Öl weit über 90 Prozent.
Die Internationale Energieagentur geht von
einer Steigerung des Energieverbrauchs von
50 Prozent bis 2030 aus. Dadurch werden
viele Staaten verstärkt fossile Energieträger
importieren müssen. Dies kann durch die ver-
nünftige Nutzung von Kernenergie kompen-
siert werden.
Uran wird nach heutigem Kenntnisstand noch
mindestens 200 Jahre verfügbar sein und dank
der ständigen technologischen Weiterent-
wicklung dürfte eine deutlich größere Reich-
weite zu erwarten sein.
Während sich die Erdöl- und Erdgasreserven
auf eher unruhige Regionen konzentrieren,
kommt Uran nahezu überall auf der Welt vor.
Hier sind deutsche Kernkraftwerke seit Jahren
im internationalen Vergleich bei Zuverlässig-
keit, Verfügbarkeit und Leitungsfähigkeit an
der Spitze.
Politisch fahrlässig wäre es, sich in Zukunft
fast vollständig in die Abhängigkeit von rus-
sischem Gas zu begeben. Der Gasstreit zwi-
schen Russland und der Ukraine Anfang des
Jahres sollte Warnung genug sein. N ld
Nicht überall, wo grün drauf steht, ist öko drin
werden nun für Kohlefrmen in osteuro-
päischen Staaten erschwinglich, die damit
mehr und mehr billige CO
2
-feindliche Kohle
verfeuern.
Der politische Lobbyverband der Erneuer-
bare-Energien-Unternehmen rühmt sich da-
mit, dass im letzten Jahr mehr als 115 Millio-
nen Tonnen CO
2
gespart wurden. Allerdings
bezieht sich das nur auf Deutschland, wie
auch der Verband zugeben musste. Wieviel
CO
2
in anderen europäischen Ländern auf
deutschem Zertifkatsticket mehr verbraucht
wird, zählt keine Lobbygruppe ...
Mitte Februar veröffentlichte das Nachrich-
tenportal „Spiegel Online“, das wohl nicht
im Verdacht steht besonders CDU- oder
FDP-nah zu sein, einen internen e-mail-Ver-
kehr zwischen Energieexeperten von den
Grünen. Darin gaben diese unumwunden zu,
dass das von der letzten rot-grünen Bundes-
regierung gestartete Erneuerbare-Energien-
Gesetz (EEG) nur noch „ein Instrument des
Strukturwandels, aber kein Klimaschutz-
instrument“ sei.
Zu deutsch: Zwar wurden durch riesige Sub-
ventionen Arbeitsplätze in den neuen Ener-
giefrmen geschaffen und der Anteil der er-
neuerbaren Energien am Gesamtstrommarkt
auf etwa 15 Prozent gesteigert, gegen den
Klimawandel aber wurde nichts bewirkt.
Wie gesagt, einfach ist das mit dem Umwelt-
schutz nicht. N jey
Wahre Gründe
für den Ausstieg
aus dem Ausstieg
U
mweltschutz ist gar nicht so ein-
fach. Jeder denkt, Windkrafträder
und Solarzellen würden sofort den
CO
2
-Ausstoß reduzieren. Leider ist das Le-
ben etwas komplizierter.
In Europa gibt es einen sogenannten
Emissionshandel. Dieser legt fest, wieviel
CO
2
die Industrie und die Stromkonzerne
insgesamt ausstoßen dürfen. Und das hat
fatale Auswirkungen. Je mehr Windräder in
Deutschland gebaut werden, desto weniger
CO
2
verbrauchen deutsche Kohlekraftwerke.
Logisch. Aber bitterer Beigeschmack: Da sich
die Anzahl der CO
2
-Zertifkate in der deut-
schen Industrie dennoch nicht verändert,
verfallen diese natürlich dann im Preis – und
7
Es ist das Comeback des Jahrzehnts: Die weltweite Rück-
kehr zur Atomkraft. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis
auch Deutschland wieder die Chancen der Kernernergie
erkennt. Chancen für ein CO
2
-freies Klima, Chancen für
bezahlbaren Strom, Chancen für Arbeitsplätze, Chancen
für Innovationen.
Ein Report von Lukas Dehé (ld), Johannes Eydinger (jey),
Marcel Gewies (mg) und Tim-Christopher Zeelen (tcz).
Kyoto-Protokoll in Gefahr
U
m die ehrgeizigen Ziele der Klima-
rahmenkonvention der UN errei-
chen zu können, ist die Nutzung der
Atomkraft unverzichtbar. Die Bundesrepublik
Deutschland hat sich innerhalb der Periode
des Kyoto-Protokolls von 2008-2012 ver-
pfichtet, die Treibhausgas-Emissionen um 21
Prozent zu senken.
Treibhausgase absorbieren einen Teil der
vom Boden abgegebenen Infrarotstrahlung,
die sonst in das Weltall entweichen würde.
Der dadurch verursachte Temperaturanstieg
bedroht das ökologische Gleichgewicht und
lässt die Polkappen schmelzen. Folge ist der
Anstieg der Weltmeere.
Ein sofortiger Verzicht auf die Kernenergie
könnte kostenneutral nur durch einen mas-
siven Ausbau der Nutzung des Klimakillers
Kohle kompensiert werden – oder durch den
Einkauf von französischem Atomstrom. N tcz
www. j u-reinickendorf. de
JUnge Generation!
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Frühjahr 2009 8
Heute: Energiemix. Morgen: Grüne Energie
Braunkohlewerke zu bauen, auch wenn diese
effzienter werden und das entstehende CO
2

abgefangen und gespeichert werden soll.
Möchten wir eines Tages unsere Energie aus-
schließlich aus Wind, Wasser und Sonne ge-
winnen, so müssen wir jetzt sofort damit
beginnen, ernsthaft diese zu-
kunftsträchtigen Energieformen
weiterzuentwickeln und effek-
tiver zu gestalten. Es darf
nicht sein, dass damit erst
begonnen wird, wenn die
Atomkraftwerke stillgelegt
sind. Aus diesem Grund schlie-
ßen sich beide Energieformen
nicht gegeneinander aus, son-
dern ergänzen sich wunderbar.
Während in den nächsten Jahrzehnten
noch sauberer Atomstrom unsere Haushalte
versorgt und damit auch das Klima geschont
werden kann, könnte im gleichen Zeitraum
der grüne Energiewirtschaftszweig der Zu-
kunft an Stärke gewinnen.
Dies ist auch insofern wichtig, als dass
Deutschland seine Position als Weltmarkt-
führer der erneuerbaren Energien nicht ver-
lieren darf.
Nur in einem Zusammenspiel von grünem
Strom und Atomstrom kann eine Lösung der
Energieversorgung gefunden werden.
Wenn dann der Energiewechsel möglich ist,
kann die Atomenergie selbstverständlich von
den erneuerbaren Energien abgelöst werden.
Sind wir darauf gut vorbereitet, so ist dieser
Wechsel nicht nur ein erfolgreiches Ereignis
ohne Schaden für Deutschland, sondern eine
Erfolgsgeschichte sowohl für die Natur als
auch für unsere Wirtschaft. N mg
D
erzeit beträgt der Energieanteil,
der aus den erneuerbaren Energien
gewonnen wird, rund zehn Prozent.
Auch wenn dieser in den nächsten zehn Jahren
auf zwanzig Prozent steigen sollte, reicht dies
nicht aus, um die Atomenergie vollständig
zu ersetzen. Deshalb wird es nötig
sein, mittelfristig noch auf Kern-
energie parallel zu den erneuer-
baren Energien zu setzen, damit
Deutschland weiterhin alle Ein-
wohner mit Strom und Wärme
zuverlässig und ohne Verlust
der gewohnten Lebensquali-
tät versorgen kann.
Auch in Anbetracht des Klimawan-
dels ist es momentan sinnvoller auf
die klimaneutrale Atomenergie zu
setzen, als neue Kohlekraft- und
Mr. Burns bringt‘s
Absurder Abfall-Streit
W
er für die Nutzung
der Kernenergie ist,
muss auch die Frage
der Endlagerung beantworten.
Einverstanden. Schwierig wird
es nur, wenn derjenige, der po-
litisch dafür verantwortlich ist,
Bundesumweltminister Sigmar
Gabriel (SPD), aus rein wahl-
taktischen Gründen ein Ende
der Debatte immer weiter he-
rauszögert.
Technisch ist die Frage der
Endlagerung bereits gelöst.
Für schwach- und mittelra-
dioaktive Abfälle wurde das
ehemalige Eisenerzbergwerk
„Schacht Konrad“ in der Nähe
von Salzgitter genehmigt. Für
die Endlagerung hochradioak-
tiver Abfälle ist der Salzstock
Gorleben nach den bisherigen
Erkundungsergebnissen geeig-
net.
Seit der letzten Ablehnung ei-
ner Beschwerde vor dem Bun-
desverwaltungsgericht gegen
den „Schacht Konrad“ Mitte
2007, hätten Fakten geschaf-
fen werden müssen.
Aber leider verhindert derzeit
vor allem der dortige Bundes-
tagswahlkreisabgeordnete von
der SPD eine einvernehmliche
Lösung. Sein Name: Sigmar
Gabriel. N jey
Die deutschen Energieträger 2007
Grüner deutscher Strom?!
Deutschlands
ungeliebte
Klimaschützer
Kernkraftwerk Isar
Jahreserzeugung: 19 Mrd. kWh
CO

-Ausstoß: Null
Beim Schutz unseres Klimas hat Deutschland sich ehr-
geizige Ziele gesetzt. Doch wie lassen sie sich verwirk-
li chen, ohne dass Energie schon bald unbezahlbar wird?
Und wie schonen wir das Weltklima, ohne dabei Ein -
bußen bei der Versorgungssicherheit in Kauf nehmen
zu müssen? Kernenergie gibt Antworten. Sie liefert
etwa ein Viertel des deutschen Stroms und fast die
Häl f te der Grundlast. Und sie ist CO₂-frei und damit
klima freundlich ‒ genau wie die Erneuerbaren Energien,
die wir nach Kräften unterstützen. Was denken Sie:
Kann Deutschland es verantworten, auf die Kernenergie
zu verzichten?
Darüber möchten wir mit allen sprechen, die sich die
Frage stellen, wie eine verantwortbare Energieversor-
gung der Zukunft aussieht.
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5 JUnge Generation!
.
Frühjahr 2009 10
Das Unwort „Bescheidenheit“
M
an kann nicht über seine Verhält-
nisse leben“, sagte Angela Merkel
in ihrer Rede auf dem CDU-Bundes-
parteitag im Dezember 2008. Eine nüchterne
Feststellung, keine Analyse mit der Aussicht
auf einen Lösungsansatz, der die Menschen ju-
belnd von den Sitzen reißen ließe.
Und so waren die Reaktionen der Parteitags-
teilnehmer eher verhal-
ten und in den Medien
war überwiegend Kritik
vernehmbar. Richtig an-
packen müsse man nun,
weitere Rettungspakete
möglichst schnell auf den
Weg bringen, ein Hauch
von Aktionismus verspür-
bar. Die Erkenntnis scheint nicht gut anzukom-
men, dass für die Überwindung der Finanz- und
Wirtschaftskrise nicht allein, wenn überhaupt,
die wirtschaftspolitisch richtigen Maßnahmen
ausreichen und schon gar nicht vor zukünftigen
Krisen schützen werden.
Die gegenwärtige Situation fordert ein Umden-
ken in den Köpfen, die Neuentdeckung eines
gesunden Maßes an Bescheidenheit (eine in
unserer Gesellschaft sehr negativ belegte Ei-
genschaft) anstelle eines verbreiteten Egois-
mus mit dem Ziel der maximalen Bereicherung
seiner selbst, sowie das Bewusstsein für die
Verantwortung gegenüber der Stabilität un-
seres demokratischen Systems einer wahrhaft
sozialen Marktwirtschaft.
Das betrifft sicherlich insbesondere viele der
einfussreichen Persön-
lichkeiten in Wirtschaft,
Politik und Gesellschaft,
aber durchaus auch alle
Bürger in einem ausgewo-
genen Verständnis für Leis-
tungsbereitschaft und An-
spruchsdenken und in der
Wahrnehmung, dass es uns
in Deutschland vergleichsweise immer noch
überwiegend sehr gut geht. Es relativiert sich
einiges, wenn man bedenkt, dass es für uns kei-
ne Katastrophe darstellt, wenn der 5-kg-Sack
Reis anstatt acht plötzlich 14 Euro kostet. Aber
dies kann für die Ärmsten der Armen in Afrika
oder Südostasien lebensbedrohlich sein.
Dr. Andreas Gewies, 37,
Wissenschaftler, München
Fahrschule Wolff
Kl.B Inh.: M. Sommer-Feige
.
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Slow, quick, quick, slow
E
s ist der vertikale Ausdruck eines hori-
zontalen Verlangens.“ So wird der
Gesellschaftstanz zuweilen beschrie-
ben. Viele werden jetzt sagen, Ohh, wie
langweilig, aber da muss ich widersprechen.
Paartanz ist nicht nur ein Hobby, sondern
es ist wie eine Lebenseinstellung. Man lässt
sich auf seinen Partner ein und bewegt sich
mit ihm zusammen zur Musik. Diese Synergie
kann schnell, langsam, brav oder sehr erotisch
sein.
Ein süßer Beigeschmack des Tanzens ist das
unbewusste Trainieren von Benimm und Stil.
Der gepfegte Umgang wird hochgeschrieben
auf dem Parkett!
Der klassische Paartanz gliedert sich in zwei
Bereiche, den Standardtänzen, Langsamer
Walzer, Wiener Walzer, Quickstep, Slowfox
und Tango, und den lateinamerikanischen
Tänzen, nämlich Cha Cha Cha, Rumba, Jive,
Samba und Paso Doble. Man kann diese Tän-
ze in einer Tanzschule oder gleich in einem
Verein lernen und trainieren.
In Turnieren werden die Tänzer nach Körper-
bewegung, Rhythmus und Show beurteilt.
Wer einmal damit angefangen hat, hört so
schnell nicht mehr auf. Probiert‘s doch auch
mal!
Markus Dehé, 19,
Student, Hermsdorf
So sähe die Erde aus, wenn Wohlstand
gleich Fläche wäre.
JUnge Generation!
.
Frühjahr 2009 11
Eine Ivorerin in Deutschland
V
or gut 10 Jahren bin ich von der Côte
d’Ivoire nach Deutschland gekommen,
um hier zu studieren. Es war doch
vieles fremd. Das Klima, aber auch die Men-
schen in ihrer Art waren kühler, als ich es von
zuhause kannte. Gefühls-
mäßig wollte ich so schnell
wie möglich wieder nach
Abidjan zurück, verstan-
desmäßig war ich froh, in
Deutschland studieren zu
dürfen.
Über Umwege gelang es
mir, einen Studienplatz
an der LMU München in
Pharmazie zu erhalten, wo
eine nicht einfache Zeit für
mich begann. Neben dem
anspruchsvollen Studium
musste ich mir meinen Le-
bensunterhalt verdienen
und habe am Abend bis in die Nacht oft Büros
geputzt und später dann auch Kinder deut-
scher Familien betreut. Mit den Familien der
Kinder sind oft Freundschaften entstanden,
und ich habe viel Unterstützung und Hilfe
erfahren, ohne die ich mein
Studium vielleicht gar nicht
geschafft hätte.
Anfang 2007 habe ich dann
tatsächlich mein zweites
Staatsexamen erfolgreich
bestanden und ich bin jetzt
Apothekerin, so wie ich
es mir erträumt hatte. Da
ich darüber hinaus in einer
oberbayerischen Kleinstadt
auch gleich einen Job in
einer Apotheke gefunden
habe, wurde mir auch meine
Aufenthaltserlaubnis verlän-
gert, allerdings zunächst nur
für ein Jahr, ebenso wie meine Arbeits- und Be-
rufserlaubnis. Normalerweise müssen all diese
Erlaubnisse Jahr für Jahr neu beantragt werden,
mit der Unsicherheit, dass sie irgendwann mal
nicht bewilligt werden. Und obwohl ich das
Pharmaziestudium komplett in Deutschland
absolviert habe, bekomme ich als Ausländerin
nicht die Approbation, das heißt die unbefriste-
te Erlaubnis als Apothekerin zu arbeiten.
Mittlerweile fühle ich mich in Deutschland zu-
hause, das Leben in der Côte d’Ivoire ist mir
in den vielen Jahren fast schon etwas fremd
geworden. Erfreulicherweise habe ich gerade
jetzt ein an gewisse Bedingungen geknüpftes
unbefristetes Aufenthaltsrecht in Deutschland
zugesprochen bekommen, den sogenannten
Niederlassungstitel. Um die Approbation als
Apothekerin zu erlangen, werde ich wohl die
deutsche Staatsbürgerschaft beantragen.
Hortense Irène T. Ngatia-Gewies,
35, Pharmazeutin, München
Deutsches Kino ist cool – Gewinn zwei „Vorleser“-Tix
J
ede vierte Kinokarte wurde im ver-
gangenen Jahr für einen einhei-
mischen Film gekauft. Eine gute
Nachricht für viele talentierte Jungschau-
spieler, Regisseure und Autoren.
Einer davon ist der European
Shooting Star David Kross
(„Krabat“), der auf der
diesjährigen Berlinale für
seine Hauptrolle neben
Kate Winslet („Titanic“) in „Der
Vorleser“ ausgezeichnet wurde.
Der Vorleser ist ein Roman von
Bernhard Schlink aus dem Jahr
1995. Michael Berg (Kross) trifft
unverhofft Hanna Schmitz
(Winslet). Eine Begegnung, die
sein ganzes Leben beeinfus-
sen wird. Ein Film über Liebe,
Sehnsucht, Schmerz und Ent-
täuschung – trotzdem auch für
Jungs geeignet!
Wir verlosen zwei Tix für den
Film „Der Vorleser“. Mail bis
zum 20. März an info@ju-
reinickendorf.de. Das Los ent-
scheidet. Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen.
D
ie 59. Berlinale war
ein voller Erfolg.
Nie zuvor wurden
mehr Tickets verkauft – nie
zuvor waren mehr Filme im
Programm vertreten. Hun-
derte Pressevertreter aus
aller Welt produzierten zehn
Tage lang tolle Bilder von
einem der bedeutendsten
Filmfestivals. Eine knorke
Werbung für unsere Stadt.
Tim Zeelen, 26,
Student, Tegelort
M
eistens ist beim Thema Sport von
Fußball die Rede, zum Teil noch von
Basketball, Volleyball und Tennis.
Wer sich jedoch genauer umhört und umsieht,
erkennt, dass nicht alle Sportarten mit Bäl-
len zu tun haben und auch nicht alle an Land
stattfnden.
Die Rede ist von Wassersport. In unserem
wasserreichen Bezirk gibt es zahlreiche Mög-
lichkeiten diesen zu betreiben. Egal, ob Ru-
dern, Segeln oder Wasserski, wobei das noch
nicht alles ist; denn ich möchte im Folgenden
auf den Kanusport näher eingehen.
Schon seit Jahrzehnten kann der deutsche
Kanusport einen Erfolg nach dem anderen
verbuchen. Man denke hier an Birgit Fischer,
die mit 27 Weltmeistertiteln und acht Olympi-
asiegen als erfolgreichste Kanutin gilt. Bei den
Olympischen Spielen in Peking hieß es wieder
Gold und zwar für den 21-jährigen Kanuten
Alexander Grimm im Slalom.
Damit diese Erfolgsserien nicht abreißen, gibt
es auch in Reinickendorf mehrere Kanu-Clubs,
welche ihr Hauptaugenmerk auf den Kanu-
rennsport legen, der sich auf den regelmäßig
stattfndenden Regatten beweisen kann.
Allerdings ist dies bei weitem nicht das einzige:
Auf herrlichen Wanderpaddeltouren durch die
teilweise unberührte Natur kann der Paddler
richtig die Seele baumeln lassen. Wem dies
nicht reicht, der kann mit geeigneten Kajaks
das Wildwasser erobern.
Ein entscheidender Vorteil beim Kanusport
ist, dass er auch im Team betrieben werden
kann, schließlich gibt es Einer-, Zweier- und
Viererkajaks. Der Kanusport kann aber auch
als Ballsportart betrieben werden. Dieser
Sport ist zwar noch wenig bekannt, aber die
Zahl der Vereine, die diesen anbieten, nimmt
stark zu. Hier spielen zwei Mannschaften à
fünf Spieler und kämpfen in ihren wendigen
Kajaks um den Ball, der so oft wie möglich im
gegnerischen Netz landen soll.
Der Kanusport kann also aufgrund seiner Viel-
falt und der herausragenden Leistungen der
Sportler allemal mit den populären Sportarten
mithalten. Und wer hätte das gedacht – sogar
der Ballfreak kommt auf seine Kosten. Wer
wollte da immer nur von Fußball sprechen ...
Nicolai Spraul, 19,
Schüler, Wittenau
Wassersport: Bald geht’s wieder los!
W
ir wollen „dein“ Reinickendorf se-
hen! Deshalb starten wir nun einen
Fotowettbewerb,
bei dem du die Möglichkeit
bekommst, uns deinen Lieb-
lingsplatz in Reinickendorf
zu zeigen. Mach ein Foto von
ihm und schicke es uns bis zum
15. April 2009 per e-mail an foto@
ju-reinickendorf.de.
Du kannst es auch per Post sen-
den:
JUReinickendorf
Großkopfstraße6/7
13403Berlin
Oder bring es einfach im JU-Club vorbei.
Zu gewinnen gibt es das „Must-have“ eines je-
den Reinickendorfers: das original I-love-Rei-
nickendorf-T-Shirt!
Das Gewinnerfoto wird in
der nächsten Ausgabe der
JUngen Generation! abge-
druckt und im JU-Club der
Jungen Union Reinickendorf
ausgestellt.
Viel Spaß beim Fotograferen!
Beachte: Mit deiner Teilnahme er-
teilst du der JU Reinickendorf die
Nutzungsrechte an deinen Bildern
im Rahmen dieser Aktion.
Amelie Hirsch, 18,
Schülerin, Lübars
www. j u-reinickendorf. de
Steh auch du auf!
Dienstag, 3. März 19 Uhr
Diskutiert mit bei der offenen Vorstandssitzung
der JU!
Freitag, 6. März 19 Uhr
BSU-Abend: Ein Abend von Schülern für Schüler
Freitag, 13. März 19 Uhr
Gestaltet die Kampagne „I love Reinickendorf“
mit euren Ideen!
Freitag, 20. März 19 Uhr
Erfahrt mehr über deutsche Beziehungen im
historischen Kontext
Freitag, 27. März 18 Uhr
„Yes, we can!“ Besuch der US-Vertretung (an-
melden unter: info@ju-reinickendorf.de)
Ort: US-Botschaft am Pariser Platz
Freitag, 3. April 19 Uhr
Themenabend zur Volksabstimmung Pro Reli,
gemeinsam mit der Dekanatsjugend
Freitag, 17. April 19 Uhr
Sing Star, Twister und was man sonst noch
braucht für einen Spieleabend
Freitag, 24. April 19 Uhr
Gefällt dir unsere Zeitung oder hast du Kritik?
Bring deine Ideen ein beim Redaktionsabend
der „JUngen Generation!“
Donnerstag, 30. April 13 Uhr
Wir besuchen eine Plenarsitzung des Berliner
Abgeordnetenhauses
Ort: Preußischer Landtag
Freitag, 1. Mai 11 Uhr
Hast du Spaß am Beachen? Dann komm zum
„Baggern gegen Sozialismus“
Ort: Beachballhalle im Märkischen Viertel
Freitag, 8. Mai 19 Uhr
Integrationspolitik: Wir diskutieren mit der Re-
daktion von „Young Hürriyet“ und der Berliner
Abgeordneten Emine Demirbüken-Wegner
Freitag, 15. Mai 19 Uhr
Entspannungsübungen und Selbstverteidigung
Freitag, 22. Mai 19 Uhr
Hintergründe zum tagesaktuellen Geschehen
gibt es bei unserem Freitalk mit Debattenabend
Samstag, 23. Mai
Bundespräsident Horst Köhler wird wiedergewählt
Freitag, 29. Mai 19 Uhr
Und wieder speziell für Schüler: der BSU-Abend
Alle Termine finden, wenn nicht anders angege-
ben,imneuenJU-ClubinderGroßkopfstraße6/7,
13403Berlinstatt.
AktuelleInfos:www.ju-reinickendorf.de.
5 JUnge Generation!
.
Frühjahr 2009 12
Dein Bezirk, dein Viertel, dein Foto
Ostern ist nicht nur Eiersuchen
A
uch wenn sich Dominosteine besser ver-
kaufen als Schokoladenhasen – Ostern
ist das höchste Fest der Christen. Denn
an diesem Tag feiern sie
das zentrale Ereignis
ihres Glaubens: Jesus
Christus ist von den To-
ten auferstanden.
Dieses Geheimnis wird
an drei Tagen gefeiert:
Am Gründonnerstag kam
Jesus mit seinen Jüngern
zum letzten Abendmahl
zusammen, am Karfrei-
tag wurde er gekreuzigt und am dritten Tag,
dem Ostersonntag, gedenken die Kirchen sei-
ner Auferstehung. Dann beginnt die 50-tägige
Osterzeit, die bis Pfngsten andauert.
Dass Ostern jedes Jahr an einem anderen Tag
gefeiert wird, liegt daran, dass das Konzil von
Nicäa festgelegt hat, den Termin auf den er-
sten Sonntag nach dem
ersten Frühlingsvoll-
mond festzulegen. Die
orthodoxen Christen
haben wiederum ein an-
deres Datum, da sie den
julianischen Kalender
zugrunde legen.
Einig ist man sich aber in
der ungeheuren Bedeu-
tung dieser Tage: Der
Tod ist nicht das Ende des Lebens, er hat nicht
das letzte Wort.
Lukas Wiesenhütter, 19,
Zivildienstleistender, Lübars